Montag, 29. März 2021

Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. (Joh 12,8)

Karwoche    Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 12,1-11

Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. 

Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. 

Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. 

Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: 

Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? 

Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte. 

Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue. 

Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. 

Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte. 

Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten, 

weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.   (Joh 12,8)

 

Es gibt besondere Momente, in denen etwas Besonderes getan werden muss. Aus Liebe kaufen Männer ihren Frauen kostbaren Schmuck. Sie zeigen damit, du bist mir kostbar, du bist mir sehr viel wert. Das wird es immer geben, und wo es das nicht mehr gibt, dort wird unser menschliches Leben ärmer. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man einem besonderen Menschen seine Wertschätzung ausdrückt durch ein besonderes Geschenk, das auch teuer sein darf.

 

Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. 

 

Wir dürfen auch Jesus unsere Wertschätzung ausdrücken. Wir tun dies meistens, indem wir ihm unsere kostbare Zeit schenken. In dieser Zeit könnten wir uns – so würde der Einwand lauten – auch in sozialen Projekten engagieren. Wir dürfen unsere Wertschätzung gegenüber Jesus aber auch ausdrücken, indem wir für seine Verehrung teure Gegenstände kaufen oder anfertigen. Unsere Kelche und Tabernakel sind häufig aus Gold, weil wir damit zeigen wollen: Jesus ist für uns das Kostbarste, was es hier auf Erden gibt.

 

Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch. 

 

Kommen die Armen deswegen zu kurz? Ich weiß es nicht. Zum einen betont Jesus: Es gibt für alles eine Zeit. In diesem besonderen Moment war das, was Maria getan hatte, richtig. Es wird viele Zeiten geben, wo die Kirche sich um die Armen kümmert, aber es gibt auch immer wieder die Zeiten, wo wir etwas kostbares für die Verehrung Jesu investieren. Und könnte es sogar einen positiven Zusammenhang geben – statt eines Gegensatzes? Vielleicht steht die Verehrung Jesu gar nicht im Gegensatz zur Sorge für die Armen. Vielleicht fördert die Verehrung Jesu letztlich unser Engagement für die Armen. Wer Jesus verehrt und sich diese Verehrung wirklich etwas kosten lässt, der wird sein Herz für die Armen nicht verschließen.

 

Gebet:

Jesus, in dieser Leidenswoche will ich dich verehren. Ich will mein Herz öffnen für die Liebe. Ich bin sicher, dass du mein Herz auch zu den Armen führst. Es ist dieselbe Liebe in meinem Herzen, mit der ich dich und die Notleidenden liebe. Lass diese Liebe glühender werden! Ich weiß, dass sie immer dann wächst, wenn ich dich verehre.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 








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1 Kommentar:

  1. Du , mein Hl.Schutzengel, ich bitte dich;
    Hilf mir, dass ich mich sooft es geht daran erinnern kann (an die heutige Stelle im Evangelium: 12,3   - Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie...) damit auch ich im alltäglichen Leben, den Nächsten nicht aus dem Auge verliere, und wenn es not-wendig ist,  alles dafür hingebe um ihn ein Zeichen von vorrsuschauender Nächstenliebe zu schenken. Amen
    All ihr Heiligen Schutzengel, bittet für uns

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