Freitag, 23. April 2021

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. (Joh 6,54)

03 Woche der Osterzeit       Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,52-59

In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. 

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 

Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.  (Joh 6,54)

 

Hier wird ganz deutlich, dass Jesus von der Eucharistie spricht. Wer das an dieser Stelle nicht erkennt, der will es nicht akzeptieren. Sein Fleisch ist wirklich eine Speise, sein Blut wirklich ein Trank. Wenn wir das mit den Worten im Abendmahlsaal verbinden – „das ist mein Leib… das ist mein Blut" – dann besteht kein Zweifel mehr.

 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

 

Durch die Eucharistie bekommen wir zwei Geschenke, die Jesus hier erwähnt, das eine schon jetzt, und das andere in der Zukunft, am Letzten Tag. Das ewige Leben bekommen wir schon jetzt, heute, wenn wir mit ihm in der Eucharistie verbunden sind. Was ist damit gemeint? Ich muss an Johannes 10,10 denken, das „Leben in Fülle". Ich denke, dass eine vollkommene Befreiung von Ängsten und Zwängen gemeint ist, aber auch eine Erleuchtung, ein Lebenssinn. Vor allem aber auch eine große Liebesfähigkeit, eine Fähigkeit, aus Liebe Opfer zu bringen und sich selbst aufzuopfern. Was mit diesem ewigen Leben gemeint ist, können wir am besten an Jesus selber ablesen, wir werden wie er. Auch wenn das noch nicht voll verwirklicht ist in uns, so haben wir es doch schon empfangen, denn Jesus sagt: „der hat das ewige Leben". Wir haben es, und es entfaltet sich immer mehr.

 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

 

Ist das kein Aufruf, die Eucharistie so oft wie möglich zu empfangen? Vor kurzem lernte ich eine Frau kennen, die sehr engagiert ist in der Kirche. Sie erzählte, dass sie seit ca. 30 Jahren täglich zur Messe geht, sonst hätte sie das nicht geschafft, dann hätte sie sicher angesichts der Widerstände schon längst aufgegeben. Aber dass sie es immer noch mit Freude macht, führt sie auf die tägliche Messe zurück. Ich möchte aber trotzdem alle trösten, die das nicht können. Wer in seinem Herzen den Wunsch hat und ohne eigenes Verschulden nicht kann, der empfängt in der geistigen Kommunion dieselbe Gnade.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns die Eucharistie geschenkt hast. Ich danke dir für die Zeugnisse von Menschen, die dadurch immer wieder große Lebendigkeit und Kraft empfangen haben. Bitte hilf uns, das zu verkünden, damit die Christen wieder lernen, mehr aus den Sakramenten zu leben.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








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