Donnerstag, 29. April 2021

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. (Mt 11,29)

Katharina von Siena     Fest

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. 

Ja, Vater, so hat es dir gefallen. 

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. 

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

 

Tagesimpuls:

 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.  (Mt 11,29)

 

Jesu Joch war das Kreuz, wobei im Kreuz alles gipfelte. Er wurde schon vorher angefeindet, missverstanden, verachtet. Er hatte auch mit anderen Problemen zu kämpfen, seine Familie war nicht reich, sie waren Flüchtlinge, seine Heimatstadt Nazareth hatte ein sehr geringes Ansehen, er hatte keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen konnte, war auf die Unterstützung von anderen Menschen angewiesen. Das war sein Joch. Er hat alles mit Geduld getragen, in Güte und Demut. Das sollen wir von ihm lernen, dann werden auch wir Ruhe finden in unserem Herzen.

 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

 

Mit anderen Worten: Wir sollen uns nicht aufregen, wenn Dinge nicht klappen, wenn es nicht so läuft, wie wir wünschen, aber vor allem auch dann, wenn andere uns angreifen, anfeinden oder verachten. Heute können wir das versuchen. Alles, was heute auf uns zukommt, nehmen wir in Güte und Demut an. Das ist die Übung. Wenn ein Torwart beim Fußball trainiert, dann muss ein anderer immer Bälle aufs Tor schießen, die der Torwart dann abwehren  muss. Stellen Sie sich vor, der Torwart würde sich über jeden Ball ärgern, den der andere aufs Tor schießt! Nein, das ist doch die Übung! Er soll doch lernen, Bälle abzufangen oder abzuwehren. Und so können wir auch üben. Wenn ein Ball kommt, ein Problem, dann ist es unsere Aufgabe, die Bälle zu fangen oder abzuwehren. Das ist kein Grund zum Ärgern, sondern unsere tägliche Aufgabe. Übrigens steckt in dem Wort „Problem" das griechische Wort für „werfen" – „ballein", wovon auch unser deutsches „Ball" abgeleitet ist. Ein Problem ist also ein Ball, den Gott uns zuwirft, damit wir lernen, gut damit umzugehen. Und Jesus sagt ja, wir sollen von ihm lernen: Alles in Güte und Demut annehmen. Er sagt nicht, wir sollen alles laufen lassen. Wir müssen durchaus reagieren, uns wehren, Dinge klarstellen, Probleme lösen. Aber all das können wir in Güte, Demut uns Sanftmut tun.

 

Gebet:

Jesus, du sagst ausdrücklich, wir sollen von dir lernen. Ich will von dir lernen. Bei dir war nicht immer alles einfach, im Gegenteil. Du hattest immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Hilf mir, dass ich auf alle Widrigkeiten des Lebens mit deiner Haltung reagiere, in Demut und Güte.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 








Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019
pastorbohnen@me.com
www.kirche-selfkant.de


2 Kommentare:

  1. Wunderschöne Auslegung! Endlich verstehe ich das. Danke!

    AntwortenLöschen
  2. Jesus, ich höre aufmerksam zu und spüre in mir, dass deine Stimme sich zu einem Lobpreis erhebt. Du selbst lobpreist Gott-Vater.
    Jesus, DU zeigst mir, worauf es ankommt! Denn DU lobst und  preist die Göttlichkeit Gott als deinen Vater der in seiner Macht und Herrlichkeit als Schöpfer über alle Welt herrscht bis in alle Ewigkeit.
    Das Tolle ist, dass dieser Lobpreis nicht nur für die Gelehrten oder die Würdenträger der Kirche gilt, vielmehr für ein jedes Gotteskind.
    ALSO  auch für mich!

    Gott, ich danke dafür,  dass ich ein "Kind des Glaubens" sein darf.  Amen

    AntwortenLöschen