Samstag, 24. April 2021

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. (Joh 10,11)

04 Sonntag der Osterzeit

Evangelium                                                                                               Joh 10, 11–18

In jener Zeit sprach Jesus:
11Ich bin der gute Hirt.
Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
12Der bezahlte Knecht aber,
der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören,
sieht den Wolf kommen,
lässt die Schafe im Stich und flieht;
und der Wolf reißt sie und zerstreut sie.
Er flieht,
13 weil er nur ein bezahlter Knecht ist
und ihm an den Schafen nichts liegt.
14Ich bin der gute Hirt;
ich kenne die Meinen
und die Meinen kennen mich,
15 wie mich der Vater kennt
und ich den Vater kenne;
und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
16Ich habe noch andere Schafe,
die nicht aus diesem Stall sind;
auch sie muss ich führen
und sie werden auf meine Stimme hören;
dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
17Deshalb liebt mich der Vater,
weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen.
18Niemand entreißt es mir,
sondern ich gebe es von mir aus hin.
Ich habe Macht, es hinzugeben,
und ich habe Macht, es wieder zu nehmen.
Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

 

Tagesimpuls:

 

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.  (Joh 10,11)

Wenn wir die Menschheitsgeschichte betrachten, dann gibt es seit dem Sündenfall immer Mord und Totschlag, die Sünde scheint nicht weniger geworden zu sein. Daran hat auch das Alte Testament nicht großartig etwas geändert, obwohl man nicht unterschätzen darf, dass es damals gerechte Menschen gab, die unter der Anleitung Gottes gelebt haben. Und seit Jesus ist sicherlich das Gute in der Welt noch einmal gewaltig gestiegen, aber auch jetzt gibt es immer noch so viele Sünden, so viele Abweichungen von göttlichen Geboten, so viel Rückfall in heidnische Lebensweisen, dass man trotz allem den Mut verlieren könnte. Aber daran zeigt sich die Liebe Gottes, dass er nicht aufgibt. Er gibt alles, was er hat, er verliert nie die Geduld. Für ihn sind wir wichtig, er kennt uns, wir sind nicht nur eine Nummer oder eine Masse für ihn. Und weil er uns so kennt und liebt, will er uns nicht aufgeben, gibt er immer noch alles, um uns zu retten.

 

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

In unserem persönlichen Leben gibt es auch immer wieder die Trauer über unsere eigenen Sünden. Manch anderer hätte schon die Geduld mit uns verloren. Und wie schnell verlieren wir die Geduld mit anderen. Wir sagen dann: „Dann mach doch, was du willst." Wir distanzieren uns innerlich, weil wir das Leid nicht ertragen können. Das macht Jesus mit uns nicht. Er leidet unter uns, aber er gibt uns nicht auf. Jesus sagt nicht: „Du musst erst ganz tief fallen, bevor du von mir Hilfe annehmen kannst. Solange lasse ich dich jetzt allein." Jesus hilft immer, auch wenn wir immer wieder zurückfallen. Bei unserer kleinsten Umkehr ist er schon da und wartet auf uns. So viel sind wir ihm wert, eben unendlich viel.

 

Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.

Das ist ein Vorbild für uns. Bleiben wir dran an unseren Mitmenschen? Oder geben wir auf? Lassen wir uns abschrecken von ihren Fehlern? Oder sind wir bereit zu leiden, alles zu geben, wie Jesus? Ich glaube, jeder von uns ist irgendwo guter Hirte: In der Schule, in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Kirche.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine unendliche Geduld mit uns Menschen. Du gibst alles, um uns zu retten, auch heute noch. Hilf uns, dass auch wir Geduld haben mit unseren Mitmenschen, dass wir sie so annehmen, wie du sie annimmst. Hilf uns, dass wir nie aufgeben und nie die Hoffnung verlieren.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








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1 Kommentar:

  1. Jesus, DU sagst: "Ich bin der gute Hirt"
    Jesus, gestatte mir den Vergleich
    -  Mensch und Tier.
    Damit meine ich z.B. die Schafe.

    Schafe in der Herde, bekommen junge Lämmer. Diese wiederum lernen von ihren "Eltern" richtiges Verhalten innerhalb der Herde. Somit lernen die jungen von den älteren Tieren. Die Herde wird vom Hirten "umsorgt", die Schafe erhalten zur rechten Zeit was zu essen und trinken. Die Tiere selbst achten darauf,  dass das Gras und die Heide schön kurz gehalten wird (sie schützen die Schöpfung).  Die ganze Tiergruppe wird von "guten ausgebildeten" Hütehunde schützend zusammen gehalten. Die Schafe hören auf die Stimme des Hirten und folgen den Weisungen der Hütehunde.
    Es gleicht einer großen "in sich stimmigen" Familie. Aus einer solchen guten wohlbehüteten Familie wachsen auch gute "wertvolle" neue Schäfchen.

    Da wir heute den Sonntag feiern  und für priesterliche Berufungen beten, ist für mich wichtig ins Besondere für die Familie, für mehr geistliche Familien und  im Glauben wachsende Familien zu beten.
    Mögen die jetzigen und zukünftigen jungen Familien gesegnet sein mit der Kraft des Hl.Geistes. Auch sollen die heranwachsenden Kinder von den Eltern, die Begeisterung des Glaubens im täglichen Beten erfahren. Denn nur so kann das Vertrauen zum Hirten / Priester / Bischof/ Papst  und zur Kirche (grosser Schafsstall)  wachsen. 
    Jesus Christus, wahrhaft auferstanden, bitte segne deine Kirche. Amen

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