Freitag, 2. März 2018

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. (Mt 27,34)

02 Woche der Fastenzeit     Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 21,33-43.45-46.

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder?
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt.
Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach.
Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.

 

Tagesimpuls:

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.  (Mt 27,34)

 

Es wird für jeden von uns die Erntezeit kommen, und dann wird Gott die Früchte abholen, die wir in unserem Leben gebracht haben. Unser Leben ist also sehr bedeutungsvoll. Es ist nicht egal, wie wir leben. Gott achtet darauf. Er will, dass unser Leben fruchtbar wird. Dazu müssen wir uns seiner Liebe öffnen. Er ist es, der unserem Leben die Fruchtbarkeit verleiht. Die Fruchtbarkeit können wir gar nicht machen. Das bewirkt Gott selber in uns. Aber unsere Aufgabe ist es, dass wir uns für die Liebe Gottes öffnen, dass wir eng verbunden mit Jesus leben, der dann unser Leben fruchtbar werden lässt.

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.

 

Dabei geht es auch nicht darum, dass wir möglichst viel arbeiten. Fruchtbarkeit ist gar nicht das Ergebnis unserer Arbeitsleistung. Wenn z.B. ein Maurer viele Häuser gebaut hat, dann heißt das nicht unbedingt, dass sein Leben fruchtbar war. Fruchtbar wird es, wenn er seine Familie geliebt hat, wenn vielleicht seine Arbeitskollegen durch sein Vorbild zu Jesus gefunden haben usw. Fruchtbar ist unser Leben dann, wenn wir viel Liebe in die Welt geschenkt haben. Fruchtbarkeit bedeutet, dass wir bewirkt haben, dass andere ihr Leben zum Guten verändert haben.

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen.

 

Ich glaube, dass wir viel Ruhe brauchen, wenn unser Leben fruchtbar sein soll. Der Stress und die viele Arbeit bewirken eher das Gegenteil, sie verhindern Fruchtbarkeit. Die Zeiten des Leidens, der Krankheit, aber auch die Zeiten des Gebets sind wahrscheinlich die fruchtbarsten Zeiten in unserem Leben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass unser Leben wichtig ist. Du willst auch bei uns die Früchte abholen. Jesus, bitte entschuldige, dass ich viel Zeit vergeudet habe. Ich will heute neu anfangen. Ich will ruhig werden und Zeit mit dir verbringen. Ich will jedes Leid annehmen in dem Wissen, dass genau das mein Leben fruchtbar macht. Hilf mir, so zu leben, dass mein Leben fruchtbar wird, und dass du dann die Früchte abholen kannst, wenn es so weit ist.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

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