Freitag, 16. März 2018

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt. (Joh 7,27)


04 Woche der Fastenzeit     Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 7,1-2.10.25-30.
In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten.
Das Laubhüttenfest der Juden war nahe.
Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich.
Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen?
Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist?
Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.
Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.
Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat.
Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

Tagesimpuls:

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.  (Joh 7,27)

Offensichtlich gab es eine feste Vorstellung vom Messias. Wenn der Messias kommen würde, dann würden die Menschen nicht wissen, woher er stammt, denn er würde direkt vom Himmel kommen. Aber bei Jesus kannten die Menschen seine Herkunft, oder meinten sie zu kennen, nämlich aus Nazareth. Also konnte er ihrer Meinung nach nicht der Messias sein. Aber Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott zugleich. Er stammt wirklich direkt vom Himmel, denn er ist Gott. Zugleich stammt er von Maria, denn er ist auch wahrer Mensch. Die Menschen, die Gott kennen, sagt Jesus, die erkennen auch ihn. Nur, wer sowieso keine Liebe zu Gott in seinem Herzen hat, der erkennt Jesus auch nicht, der sieht in Jesus nur den Menschen aber nicht den Messias.

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.

Wie sehr müssen wir also aufpassen, dass nicht unsere eigenen Vorstellungen zum Hindernis werden für den Glauben. Unsere Vorstellungen und Erwartungen sind schön und gut. Aber Gott ist anders. Gott geht weit über das hinaus. Aber es kommt auch bei uns vor, dass wir ihn und sein Wirken nicht erkennen und ablehnen, weil es nicht in unser Denkschema passt. Wie viele Menschen heute lehnen z.B. Wunder ab, glauben, dass es keine Wunder geben könnte, nur, weil sie sich das nicht vorstellen können. Unser selbst gemachtes Gottesbild hindert uns daran, Gott so zu erkennen, wie er wirklich ist.

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.

Lassen wir uns also von Gott überraschen! Weiten wir unser Gottesbild, richten wir es an der Bibel aus! Lernen wir, wie Gott wirklich ist, auch wenn wir manches nicht verstehen! Und immer, wenn wir erkennen, dass wir wieder zu klein von Gott gedacht haben, dann tun wir Buße, bekehren uns, damit wir offen bleiben für Gott, wie er wirklich ist!

Gebet:
Jesus, du bist größer als meine Vorstellung. Hilf mir, dass ich meine Vorstellungen und Erwartungen loslassen kann. Hilf mir, dich zu erkennen, wie du wirklich bist! Zeige mir, wo meine falschen Vorstellungen mir den richtigen Blick auf dich verstellen! Danke, dass du immer für mich da bist.


Pastor Roland Bohnen 










Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019

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