Montag, 9. August 2021

Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh 4,24)

HL. TERESIA BENEDICTA VOM KREUZ

Märtyrin, Ordensfrau

Fest

 

EVANGELIUM

Joh 4, 19-24

 

19Die Frau sagte zu Jesus: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.

20Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.

21Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.

22Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden.

23Aber die Stunde kommt, und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden.

24Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten. (Joh 4,24)

 

Wir denken bei Wahrheit meist eher an einen abstrakten Begriff. Daher könnten wir die Aussage Jesu missverstehen, so als wäre seine Person gar nicht so wichtig, als würde die Wahrheit weit größer und unerreichbarer sein als die Person Jesu. Aber Jesus spricht nicht von irgendeiner philosophischen Wahrheit, die man als Mensch nie erreichen könnte. In anderen Religionen und Weltanschauungen wird das so gesehen, aber das ist nicht, was Jesus meint. Jesus bezeichnet sich (im selben Johannesevangelium) als die Wahrheit. Er ist die Wahrheit. In ihm müssen wir anbeten.

 

Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

 

Wir haben hier eine Aussage der Dreifaltigkeit. Gott, den Vater, beten wir an im Heiligen Geist und in Christus. Für die Juden war Jerusalem der Ort der Anbetung Gottes, sie mussten dort anbeten. Für die Samaritaner war es der Berg Garizim. Und für uns Christen ist es Jesus Christus. Wir haben tatsächlich auch einen „Ort", der menschgewordene Gott Jesus Christus. Und wir haben bis heute einen Ort, überall dort, wo Jesus Christus im Fleisch anwesend ist in der Eucharistie. Daher gibt es so viele eucharistische Anbetungsinitiativen. Und wer auch immer sich der eucharistischen Anbetung hingibt, spürt die Wahrheit in den Worten Jesu. Hier wächst eine tiefe, geheimnisvolle Freundschaft mit Jesus, mit dem dreifaltigen Gott.[1]

 

Gott ist Geist, und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.

 

Ich kann immer nur empfehlen, eine Stunde in der Woche zu übernehmen. Manche fahren sogar über eine Stunde zu einem Ort, wo eucharistische Anbetung ermöglicht wird. Alle Gegenargumente, warum das nicht möglich sei, müsste man prüfen, ob das wirklich von Gott kommt. Die meisten beginnen damit, dass sie zunächst eine Vertretung übernehmen, weil sie sich nicht festlegen wollen. Auf diese Weise können sie auf den Geschmack kommen, und dann irgendwann übernehmen sie eine feste Stunde in der Woche. Da jeder ab und zu auch mal verhindert ist, springen dann wieder andere als Vertreter ein, und so wächst die Zahl der Beter ständig.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für alle Anbetungsinitiativen, vor allem für die eucharistische Anbetung. Danke für die Freundschaft, die dort gewachsen ist. Danke für deine True, mit der du mir immer begegnest. Bitte machen vielen Menschen Mut, möglicherweise auch längere Weg auf sich zu nehmen, um dich in der Eucharistie anbeten zu können. Bitte schenke vielen Priestern Mut, solche Stunden anzubieten, bitte schenke vielen Laien Mut, solche Initiativen zu unterstützen oder bei der Entstehung zu helfen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 



[1] Für alle evangelischen Geschwister möchte ich darauf hinweisen, dass es eine großartige Predigt gibt von Randy Clark über die Eucharistie bzw. das Abendmahl, in dem er auf sehr respektvolle Weise unterschiedliche Auffassungen darlegt, aber auch hervorragende Brücken zum Verständnis baut.








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1 Kommentar:

  1. Gott, wenn ich mich mit DIR verbinde, so tue ich dies im Zeichen des Kreuzes.
    Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl.Geistes....und dann bin ich in dem "was ich anbete" ! 
    Darüber hinaus weckt die Gnade des Gebetes in mir die Sehnsucht, den, den ich anbete zu suchen. Heisst es doch" ...bittet, dann wird euch gegeben - sucht, dann werdet ihr finden - klopfet an, dann wird euch geöffnet
    ( Lk.11, 2-13 ).
    Somit komme ich gerne zur Eucharistiefeier, und in die Stille der Eucharistischen Anbetung.
    Danke Jesus.   Amen 🙏

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