Dienstag, 18. Juli 2017

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten. (Mt 11,20)

15 Woche im Jahreskreis – Dienstag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,20-24.

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten:
Weh dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wenn einst in Tyrus und Sidon die Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind - man hätte dort in Sack und Asche Buße getan.
Ja, das sage ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie euch.
Und du, Kafarnaum, meinst du etwa, du wirst bis zum Himmel erhoben? Nein, in die Unterwelt wirst du hinabgeworfen. Wenn in Sodom die Wunder geschehen wären, die bei dir geschehen sind, dann stünde es noch heute.
Ja, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dir.

 

Tagesimpuls:

 

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten. (Mt 11,20)

 

Das erinnert an das Sonntagsevangelium. Jesus war enttäuscht, weil die Menschen sich nicht bekehrt hatten, obwohl er so viele Wunder gewirkt hatte. „Wem viel gegeben wurde, von dem wird auch viel verlangt" (Lk 12,48). Wer besondere Gnaden empfangen hat, der hat es beim Gericht schwerer. Und dazu kommt das, was Jesus über die Sünde gegen den Heiligen Geist gesagt hatte (Mt 12,32). Diese ist besonders schlimm und kann deswegen nicht vergeben werden. Und damit ist gemeint, dass man sich trotz besserer Erkenntnis mit vollem Bewusstsein gegen die Wahrheit stellt. Wer etwas nicht erkennt und deswegen einen falschen Standpunkt vertritt, lädt viel weniger Schuld auf sich als jemand, der gegen seine eigene Erkenntnis handelt, einfach, weil er die Wahrheit nicht annehmen will.

 

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten.

 

Jesus schenkt heute vielen Menschen großartige Glaubenserfahrungen. Das heißt aber auch, dass er uns eine große Verantwortung überträgt. Wir sollen uns bekehren, wir sollen zu ihm stehen, wir sollen unsere Erfahrungen bezeugen vor unseren Mitmenschen. Wir dürfen nicht schweigen von dem, was wir gehört und gesehen haben (Apg 4,20). So wie der Heilige Paulus, so wie die Apostel, denen alle sehr viel geschenkt wurde von Jesus, so sollen auch wir unermüdlich den Glauben an Jesus verkünden. Bei der Verkündigung kann und wird Jesus Wunder wirken, um die Menschen zu überzeugen. Solange wir nicht verkünden, solange wir als Kirche nicht missionarisch werden, solange wird es vermutlich auch bei uns nur wenige Wunder geben.

 

In jener Zeit begann Jesus den Städten, in denen er die meisten Wunder getan hatte, Vorwürfe zu machen, weil sie sich nicht bekehrt hatten.

 

Leben wir also bewusst in der Verantwortung, die Jesus uns übertragen hat! Uns wurde viel geschenkt, geben wir es weiter! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben! (Mt 10,8)

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du auch in meinem Leben Wunder gewirkt hast. Ich glaube dir, dass du dich vielen Menschen zu erkennen geben willst. Aber du brauchst mich, du brauchst und als Kirche, damit wir dich verkünden. Zeige uns immer mehr, wie wir dich verkünden sollen! Danke auch, dass wir erwarten dürfen, dass du dann unsere Verkündigung bekräftigen wirst durch Zeichen und Wunder, die die Menschen empfangen werden, damit sie glauben können. Und bitte hilf den Menschen dann, dass sie sich bekehren und ihre Herzen nicht verhärten.

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen