Mittwoch, 25. Januar 2017

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen. (Mk 16,18)

FEST BEKEHRUNG DES APOSTELS PAULUS

 

‪Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk ‪16,15-18.

‪In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

‪Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

‪Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;

‪wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

 

 

Tagesimpuls:

 

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen.  (Mk 16,18)

 

Immer wieder wird in der katholischen Kirche die Frage diskutiert, ob nur Priester oder auch Laien anderen zum Gebet die Hände auflegen dürfen. Hier haben wir die biblische Antwort, direkt aus dem Mund Jesu! Jesus gibt einen Auftrag an die Apostel, das Evangelium in der ganzen Welt zu verkünden. Dann macht er Verheißungen an die, die zum Glauben kommen. Sie werden (u.a.) Kranken die Hände auflegen. Dies sagt Jesus nicht ausschließlich für die Apostel und deren Nachfolger. Dies gilt für die, die zum Glauben kommen, für die, die sich haben taufen lassen. Es entspricht also unserer Taufgnade, dass wir Kranken die Hände auflegen und für sie beten dürfen. Dies ist kein exklusives Vorrecht nur für die Apostel und deren Nachfolger, die Bischöfe und die Priester.

 

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen.

 

Gebet mit Handauflegung, Zeichen und Wunder, all das ist den getauften Christen verheißen! Für katholische Ohren ist dies eine wichtige Botschaft. In der katholischen Kirche wurde in vergangenen Jahren das Amt sehr stark betont. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde die Würde und die Gnade der Getauften wieder entdeckt. Aber es braucht Generationen, bis das, was dort von den Konzilsvätern prophetisch gesehen wurde, im gläubigen Volk ankommt. Wenn aber einmal die Getauften all diese wunderbaren Dinge vollbringen, die Jesus hier im Evangelium beschreibt, dann ist die Kirche lebendig, dann wächst sie, dann wird sie wieder im Aufschwung sein.

 

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen.

 

Haben wir also den Mut, im Glauben Großes zu wagen! Die Priester werden dadurch nicht arbeitslos. Sie haben genug zu tun mit der Spendung der Sakramente, mit der Verkündigung des Evangeliums. Die Priester haben die Aufgabe dadurch das Volk Gottes aufzubauen, zu ermutigen, zu stärken, zu heiligen. Je lebendiger die Getauften werden, umso mehr werden sie die Dienste der Priester in Anspruch nehmen. Sie werden regelmäßig das Bußsakrament empfangen wollen, werden häufig die Eucharistie feiern, werden um das Sakrament der Krankensalbung bitten und andere zu den Sakramenten führen. Wenn die Getauften sich ihrer Taufwürde und ihres Auftrags bewusst werden, dann werden sie die Dienste der Priester viel mehr in Anspruch nehmen als bisher. Sie werden den Priestern durch ihr Engagement nichts wegnehmen. Jeder hat seinen Ort, jeder hat seine Aufgabe, jeder ist wichtig.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die großen Versprechungen, die du allen Getauften machst. Bitte hilf deiner Kirche, sich ganz neu zu entwickeln, sich ganz neu aufzustellen! Lass die Getauften ihren Auftrag erkennen! Inspiriere uns alle durch deinen Geist! Schenke uns ein gutes Miteinander von Priestern und Laien in der Kirche, ein gutes Miteinander aller Charismen und Dienste.

 

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

 

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