Donnerstag, 24. November 2022

Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen. (Lk 21,27)

34 Woche im Jahreskreis      Donnerstag

 

EVANGELIUM

Lk 21, 20-28

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

20Wenn ihr aber seht, dass Jerusalem von einem Heer eingeschlossen wird, dann könnt ihr daran erkennen, dass die Stadt bald verwüstet wird.

21Dann sollen die Bewohner von Judäa in die Berge fliehen; wer in der Stadt ist, soll sie verlassen, und wer auf dem Land ist, soll nicht in die Stadt gehen.

22Denn das sind die Tage der Vergeltung, an denen alles in Erfüllung gehen soll, was in der Schrift steht.

23Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen. Denn eine große Not wird über das Land hereinbrechen: Der Zorn Gottes wird über dieses Volk kommen.

24Mit scharfem Schwert wird man sie erschlagen, als Gefangene wird man sie in alle Länder verschleppen, und Jerusalem wird von den Heiden zertreten werden, bis die Zeiten der Heiden sich erfüllen.

25Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

26Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

27Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

28Wenn all das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.

 

 

Tagesimpuls:

 

Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.  (Lk 21,27)

 

Zunächst spricht Jesus prophetisch über die Zerstörung Jerusalems, ein Ereignis, dass in der Geschichte eine Generation (40 Jahre) später stattgefunden hat. Danach spricht Jesus vom Ende der Welt und von seiner Wiederkunft. Und bis heute ist es so, dass auch wir nachfolgenden Generationen bei großen Katastrophen immer wieder von apokalyptischen Zeichen sprechen. Wir bringen schlimme Ereignisse in der Welt automatisch in Zusammenhang mit dem Weltuntergang. Weil Jesus auch diesen Zusammenhang hergestellt hat, ist diese Assoziation wohl sehr berechtigt. Vielleicht sind all die schlimmen Ereignisse und Katastrophen Vorboten für den Weltuntergang, ähnlich wie die Krankheiten Vorboten für unseren Tod sind.

 

Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

 

Wir Christen sollen in allem die Ankunft Jesu erkennen. Wenn die Welt untergeht, dann wird Jesus mit großer Macht und Herrlichkeit auf uns zukommen. Und wenn wir sterben, dann wird Jesus uns abholen. Jesus kommt immer auf uns zu, was immer auch geschieht. Wenn wir mit Jesus im Reinen sind, dann müssen wir nichts befürchten. Das erfordert natürlich einen großen Glauben. Wir müssen daran glauben und darauf vertrauen, dass Jesus uns immer beschützt, sei es körperlich oder seelisch. Ich sage mir immer: „wenn ich ganz nah bei Jesus bin, dann ist das der sicherste Platz hier auf dieser Welt." Und damit meine ich ganz wirklich, dass ich vor Jesus in der Monstranz bin in der Anbetung. Diesen sicheren Platz will ich immer wieder aufsuchen. Und ich glaube einfach fest daran, dass Jesus mich dadurch auch beschützt, nicht nur mich, sondern auch unsere Gemeinde.

 

Gebet: 

Jesus, es ist sicher, dass der Tod auf uns zukommt, und genauso sicher ist auch, dass das Ende der Welt auf uns zukommt. Wir erleben hier die Vorboten, sei es in Krankheiten oder in apokalyptischen Szenarien. Bitte hilf uns, dass wir uns ganz fest machen in dir, dann müssen wir keine Angst haben und brauchen nichts zu befürchten.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org 

 

1 Kommentar:

  1. Herr, in der jetzigen Zeit, in der ich / wir leben, ist nicht gut, weil wir Menschen unsere Lebenszeit entarten. ( weg aus dem paradiesischen Ursprungsgedanken)
    Es scheint, als sind die in den letzten Tagen verlesenen Lesungen und Evangelien, richtungsweisend für unsere heutige Zeit.
    Für mich erkenne ich, dass wir uns in unserem täglichen Alltagsleben,  selbst zerstören!
    Grund dafür ist, unser schlechter Sinneswandel ( so manchesmal auch mein eigener ) 
    * wir laufen jeden und jedes Neue hinterher  - nur JESUS  nicht. Dann sind da die vielen Gräueltaten die wir Menschen verüben...und nicht zu vergessen- die vielfältige Entweihung der Gottes Gebote und die Aufhebung  jeglicher  Moralvostellung.
    Wir neigen schnell dazu, "Gottes Zorn" dafür verantwortlich zu machen, oder all dies mit einem nahenden Weltuntergang in Verbindung zu bringen.
    Meiner Ansicht nach, ist Gott nicht dafür verantwortlich zu machen, 
    sondern WIR  SELBST sind es,
    -  durch unseren  GLAUBENSABFALL und im Herzen unsere tiefe GOTTVERLASSENHEIT. 

    JESUS,  innerlich  stolpere ich über den Satz in Vers 23  Wehe den Frauen, die in jenen Tagen schwanger sind oder ein Kind stillen.

    Herr, DU bist doch ein Gott der Ewigkeit und des Lebens!! - Der das Ungeborene und Zukünftige liebt!

    Ja, ich höre zu, wie DU mir sagst:
    " mein Kind, richte dich in deiner Kleinheit,
    in und nach Gott aus und erinnere dich
    an die PASSION  die ich dir und deinen Mitmenschen geschenkt habe.
    *  hieraus schöpft ihr die Kraft,
    den Widersacher- den Teufel dieser Welt
    zu widerstehen, damit ihr / damit du
    dann dein Haupt aufrichten kannst
    wenn die Zeit da ist. 

    O Maria,  Mutter der immerwährenden Hilfe, zu der  wir unsere Zuflucht nehmen bitte für uns.  Amen 🙏

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