Samstag, 29. Mai 2021

Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. (Mt 28,20)

Dreifaltigkeitssonntag

Evangelium                                                                                               Mt 28, 16–20

In jener Zeit
16 gingen die elf Jünger nach Galiläa
auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
17Und als sie Jesus sahen,
fielen sie vor ihm nieder,
einige aber hatten Zweifel.
18Da trat Jesus auf sie zu
und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
19Darum geht
und macht alle Völker zu meinen Jüngern;
tauft sie
auf den Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes
20und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.
Und siehe,
ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

 

Tagesimpuls:

 

Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.  (Mt 28,20)

Die Taufe soll mehr sein als ein traditionelles Ritual. Die Tradition mag für viele ein erster Anstoß sein, aber es darf nicht dabei bleiben. Wir müssen auch lernen, was Jesus gesagt und befolgen, was er geboten hat. Wenn es nun aber nur bei Geboten bliebe, wäre das auch noch nicht genug. Dann würde unser Christsein nur aus Ritualen und Moral bestehen. Daher ist der letzte Satz sehr wichtig: Jesus ist bei uns! Er selber vermittelt uns die Liebe des dreifaltigen Gottes, das ist die Mystik, die Spiritualität! Wir brauchen also alle drei: Tradition, Moral und die Spiritualität. Wobei  mir das Letzte, die Spiritualität, die Gemeinschaft mit Jesus, das Wichtigste zu sein scheint.

 

Lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe.

Aber ohne gute und gesunde Lehre können wir Jesus nicht kennenlernen. Dann wächst auch keine Beziehung zu ihm. Dann wächst auch keine Liebe. Daher scheint die Reihenfolge, in der Jesus die Aspekte aufzählt, zu unserer Erfahrung zu passen. Es beginnt mit der Taufe. Darauf muss dann gute und gesunde Lehre folgen, also Katechese. Sonst bleibt es bei leeren Ritualen, die die Menschen zwar sehr mögen, aber die mit dem Christsein noch sehr wenig zu tun haben. Wir machen häufig die Erfahrung: Dort, wo klar und gesund gelehrt wird, dort wächst auch die Liebe zu Jesus, also die Mystik. Die meisten Menschen lieben Jesus nicht, weil sie Jesus noch nicht genug kennen, weil sie z.B. die Eucharistie nicht verstehen. Wie oft erlebt man, dass jemand in die Kirche kommt uns keinerlei Notiz von der Gegenwart Jesu auf dem Altar nimmt. Ich glaube, hier ist unsere „Stellschraube", an der wir viel Gutes tun können. Und ich mache die Erfahrung: Wenn man die gesunde Lehre klar darlegt, verstehen die Menschen das. Es stößt in ihnen auf starke Resonanz, vor allem in den Kindern. Daran erkennt man: das ist es, was die Menschen brauchen, und man sieht förmlich, wie der Heilige Geist in ihnen wirkt.

 

Gebet:

Jesus, hilf uns, dass wir keine Angst haben, die gesunde Lehre zu vertreten und zu verkünden. Hilf uns, dass wir selber deine Lehre gut verstehen und gut weitergeben. Hilf uns, dass wir wirklich deine Jünger sind, dass unser Glaube tiefer geht als das bloße Überliefern und Mitfeiern von Ritualen. Und danke Jesus, dass du immer bei uns bist, dass du uns diese große Liebe ins Herz schenkst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








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1 Kommentar:

  1. Jesus,  wenn DIR alle himmlische Macht und irdische Macht gegeben ist, dann bist DU im Namen GOTTES  und in der Kraft des Hl.Geistes der "alleinige Dreifaltiger Gott".
    Auch ich sage "Ja" ;
    DU bist der "Dreieinige Gott"
    GOTT - Vater
    GOTT - Sohn
    GOTT - Hl.Geist
    und "Ja", auch ich falle - wie die Jünger- nieder auf meine Knie, falte meine Hände und bete DICH an.
    Amen

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