Freitag, 14. Mai 2021

Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen. (Mt 16,20)

 06 Woche der Osterzeit      Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 16,20-23a

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln. 

Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. 

So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen, und niemand nimmt euch eure Freude. 

An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen.  (Mt 16,20)

 

Jesus macht uns keine falschen Versprechungen. Er ist realistisch. Es gibt im Leben von uns Christen diese Momente, wo es uns schlecht geht, und wo es uns so scheint, als wenn alle weltlich lebenden Menschen glücklich sind, nur wir nicht, weil wir Christen sind. Der Weg Jesu ist der schmaler Weg, manchmal der schwerere Weg. Die weltlich gesinnten Menschen kümmern sich um manche Dinge gar nicht, sie machen sich darum keine Gedanken, die für uns Christen aber ein Problem darstellen. Wir halten uns an die Gebote Gottes und können vielem nicht zustimmen, was in der Welt geschieht.

 

Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen.

 

In diesen Situationen macht Jesus uns Mut. Es ist wie bei einer Geburt. Etwas Neues, viel Schöneres wird geboren. Und auch alle diese weltlichen Menschen, wenn sie in das Reich Gottes kommen wollen, müssen irgendwann einmal durch diese Geburt hindurch. Sie haben uns gegenüber keinen „Vorteil". Irgendwann muss sich jeder einmal für Gott entscheiden, mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Diese Konsequenzen nennen wir Umkehr. Und die Umkehr ist meistens nicht leicht. Aber alle, die zu Jesus wollen, müssen irgendwann durch diese Umkehr hindurch.

 

Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen.

 

Die Worte Jesu können uns helfen, das Leben so anzunehmen, wie es ist, ohne uns mit anderen zu vergleichen. Das Leben ist eine Geburt, das Leben enthält den Schmerz der Umkehr, des Loslassens vom Weltlichen, und das ist für alle Menschen so. Wer den weltlichen Vergnügen nachjagt, wird irgendwann an Grenzen stoßen, wo das nicht mehr geht, oder wo er so gefangen ist in seinen Süchten, dass er nur noch darunter leidet. Es gibt kein Paradies ohne Jesus, ohne die Umkehr. Und wir müssen uns nicht täuschen lassen vom Glanz der Welt. Es ist ein trügerischer Glanz. Wenn wir den Schmerz der Umkehr erleben, dann sind wir näher am wahren Leben dran als die Welt, die lacht in ihrer trügerischen Pracht.

 

Gebet:

Jesus, du machst uns keine Illusionen. Das Leben ist oft nicht so leicht, und wir müssen immer wieder weinen und klagen. Ich danke dir aber auch für die vielen schönen Momente, die du uns immer wieder schenkst. Ich will aber auch durch das Kreuz gehen, um das wahre Leben von dir zu empfangen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 








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1 Kommentar:

  1. Ja, mein Herr Jesus;
    Auch wenn ich weinen muss,  oder ich bekümmert bin, so kann ich bemüht sein eine Lösung zu finden. Vielleicht schaffe ich es...oder auch nicht. 
    Ich glaube und ich weiss es, dass es mir leichter fällt wenn ich meine Bedrängnisse o.ä.  zuerst im Namen DEIN JESU annehme. Die jeweilige aktuelle Situation "opfere ich im Namen DEIN  und auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria  und der Fürsprache meines Schutzengel,  zur Ehre Gottes, auf". Dann bemühe ich alle Gedanken und Gefühle im Gebet zu bündeln um sie dann in Deine Heiligen Wunden zu legen.  Und ich weiß,  dass DU JESUS dann alles in Freude verwandelst.  Amen

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