Donnerstag, 13. Mai 2021

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung! (Mt 16,15)

Christi Himmelfahrt

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 16,15-20

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! 

Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. 

Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; 

wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden. 

Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 

Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.

 

 

Tagesimpuls:

 

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!  (Mt 16,15)

 

Über dieses Wort kann man stolpern. Wieso der „Schöpfung"? Geht es nicht um die Seelen der Menschen? Jesus sieht uns als Menschen mit Seele und Leib. Wir sind Teil der Schöpfung. Aber er sagt der „ganzen" Schöpfung. Alles ist gemeint, also auch die Tiere, die Pflanzen, die unbelebte Materie. Als Jesus dem Seesturm geboten hat, da hat er zur Schöpfung gesprochen. Wenn Jesus den Körper eines Kranken heilt, dann spricht er zur Schöpfung die Frohe Botschaft, das Evangelium. Paulus schreibt auch, dass die Schöpfung, die bisher noch in Geburtswehen liegt, erlöst werden soll (Römer 8). Können wir dann im Namen Jesu z.B. auch den Viren gebieten? Und was machen wir, wenn wir denn Wettersegen spenden? Geht das nicht auch in Richtung der Schöpfung?

 

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

 

Unser Leben ist untrennbar mit der Schöpfung verbunden, und deshalb soll das Evangelium der ganzen Schöpfung verkündet werden, nicht nur unserer Seele. Jesus will alles heilen, alles verwandeln. Daher sind die Wunder Jesu keine unwichtigen, peripheren Dinge. Wir dürfen die Wunder nicht vernachlässigen. Wenn wir keine Wunder erleben, dann leben wir nicht richtig im Evangelium. Dann fehlt bei uns was. Und wer würde bestreiten, dass unserer Kirche heute gewaltig etwas fehlt?

 

Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!

 

Jetzt beginnt die Pfingstnovene. Wir sind aufgerufen, neun Tage gemeinsam mit Maria und den Jüngern, d.h.  mit der ganzen Kirche, um den Heiligen Geist zu beten. Ich schlage vor, dass wir das „Komm herab, o Heil'ger Geist", im Gotteslob 344 täglich beten bis zum Pfingstfest. Es ist unbestreitbar, dass wir noch viel mehr Heiligen Geist brauchen, noch viel mehr Kraft (Apg 1,8), noch viel mehr Zeichen und Wunder. Das kann nur geschehen, wenn wir uns in der Kraft des Heiligen Geistes erneuern, wenn unsere Kirche sich in der Kraft des Heiligen Geistes erneuert.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du die ganze Schöpfung heilen willst. Zeichen und Wunder in der Schöpfung sind keine Nebensache, die man als Christ vernachlässigen könnte. Wir brauchen den Heiligen Geist, wir bitten dich um den Heiligen Geist, damit auch bei uns Zeichen und Wunder geschehen, so wie bei den Heiligen, so wie in der Urkirche.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not.

In der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Lass es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit. Amen. Halleluja. 

 








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