Montag, 27. Juli 2020

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. (Mt 13,33)

17 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,31-35

In jener Zeit erzählte Jesus der Menge ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. 

Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so dass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten. 

Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war. 

Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. 

Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.  (Mt 13,33)

 

Wir sind der Sauerteig für die Gesellschaft. Wenn wir auch nur wenige Christen sind, wir haben trotzdem  die Kraft, die ganze Gesellschaft zu prägen. Es erfordert einen starken Glauben, an diese Prägekraft unserer kleinen Gruppe zu glauben. Ich schiele doch immer wieder auf die großen Zahlen. Ich meine, durch einen zahlenmäßigen Erfolg beweisen zu müssen, dass der Weg, den ich beschreite, der richtige ist. Aber das gelingt in den meisten Fällen nicht.

 

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

Noch vor kurzem hatte ich ein sehr gutes Gespräch über die Frage, welche Wege die Kirche gehen müsse. Ich warb für die charismatischen Formen, die wir in Süsterseel seit Jahren beschreiten. Ich erzählte, dass dort auch jüngere Menschen teils von weit her anreisen, um unsere Gottesdienste zu erleben, gerade auch Menschen, die vorher keinen oder keinen starken Bezug zur Kirche oder zu Jesus hatten. Darauf antwortete mein Gesprächspartner: „Das sind Einzelfälle." Damit hat er Recht. Ich bin zwar sehr überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, aber ich kann es nicht durch einen großen Ansturm von Menschen beweisen. Es sind insgesamt wirklich nur wenige, die mit Jesus neu aufbrechen. Aber diese wenigen finde ich fast gar nicht in den traditionellen Gottesdiensten der Pfarreien. Wenn ich sie finde, dann finde ich sie dort, wo neue charismatische Formen praktiziert werden.

 

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

 

Also lassen wir uns durch die kleinen Zahlen nicht entmutigen! Unsere Kirche ist Sauerteig für die Gesellschaft. Dort, wo der Glaube wirklich gelebt und praktiziert wird, auch wenn es noch so kleine Gruppen sind, von dort geht eine Prägung aus, dort wird etwas bewirkt. Und diese Wege müssen wir weitergehen, auch wenn wir rein äußerlich keinen Beweis erbringen können, dass dies die richtigen Wege sind.

 

Gebet:

Jesus, du willst, dass wir im Glauben gehen. Wir können nichts unter Beweis stellen, wir müssen daran glauben, dass unser Sauerteig die Kraft hat, die ganze Kirche und unsere Gesellschaft zu erneuern. Hilf uns, dass wir den Mut nicht verlieren, und hilf uns stark zu bleiben und nicht vom Weg abzukommen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Schlussendlich, die "Dimension" die daraus erwächst, wenn ich ein Senfkorn einsäe, oder wenn ich bspw. 1Eßl.Sauerteig unter einem Kilo Mehl verarbeite, kann ich nicht vorhersehen. Doch was ich haben muss, ist "Vertrauen".
    Gott-Vertrauen, dass es wächst
    Gott-Vertrauen, dass alles gut durchsäuert wird

    Für mich gilt es heute, mein bestmöglichstes tun - zur Ehre Gottes, und alles andere Gottes Fügung zu überlassen.

    Jesus ich vertraue auf dich
    Amen, Totus Tuus

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  2. Jesus, was aus dem Samen oder dem Sauerteig wird, ist nicht in meiner Hand. Du bist es der Geduld mit uns hat.
    Herr, dass wenige was ich habe und geben kann, will ich voll einsetzen. Lass mich den Mut behalten, und so voll Freude den Weg mit den Menschen gehen in deinem Namen. Damit Menschen zu dir finden, denn du bist unser Heil . Deine Liebe durchströme uns! Wir sind in deiner Hand kostbar.
    Jesus, segne mich, damit ich ein Segen sein kann für andere Menschen. Amen!

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