Samstag, 4. Juli 2020

Kommt alle zu mir! (Mt 11,28)

 14 Sonntag im Jahreskreis

Evangelium                                                                                               Mt 11, 25–30

25In jener Zeit sprach Jesus:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
und es den Unmündigen offenbart hast.
26Ja, Vater,
so hat es dir gefallen.
27Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand kennt den Sohn,
nur der Vater,
und niemand kennt den Vater,
nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.
28Kommt alle zu mir,
die ihr mühselig und beladen seid!
Ich will euch erquicken.
29Nehmt mein Joch auf euch
und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig;
und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
30Denn mein Joch ist sanft
und meine Last ist leicht.

 

Tagesimpuls:

 

Kommt alle zu mir!  (Mt 11,28)

 

Ein so schönes und uns so bekanntes Wort! Aber ich befolge es immer noch zu wenig. Für mich lohnt es sich, mir dieses Wort heute wieder neu vorzunehmen. Ich will wirklich mehr zu Jesus kommen. Ich erinnere mich, wie ich in den letzten Tagen immer wieder von Gedanken oder Sorgen getrieben wurde. Ob dies oder jenes gut gehen würde, ob ich so oder so entscheiden solle, ob ich alles richtig schaffen würde usw. Und irgendwann kommt mir dann der rettende Gedanke: „Leg es doch in die Hände Jesu!" Es soll doch nur sein Wille geschehen, nicht meiner. Ich will doch gar nichts für mich selber, ich will doch gar nicht meinen Willen haben, ich will einfach nur, dass alles so geschieht, wie Gott es will. Und schon werde ich freier, ich finde Ruhe für meine Seele.

 

Kommt alle zu mir!

 

Ja! Es lohnt sich, noch öfter zu Jesus zu kommen! Ich wünsche mir darin eine größere Stabilität. Ich will in Jesus bleiben, nicht ständig wieder herausfallen aus seiner Gemeinschaft. Ich will nicht so oft zurückgeworfen werden auf meine eigenen Gedanken, sondern alles mit Jesus gemeinsam erleben und bedenken. Ich werde dazu noch mal das Jesusgebet in mir erneuern: „Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner" – bei jedem Atemzug. „Herr Jesus Christus" beim Einatmen, „erbarme dich meiner" beim Ausatmen. Ich hoffe, dass hilft mir. Wenn ich das Gebet zu Jesus nur mit dem Verstand versuche, ist es schwieriger. Mit dem Jesusgebet, mit dem Atmen, verlagert sich das Gebet mehr ins Herz. Ich glaube, wenn man versuchen will, ständig mit Jesus in Beziehung zu sein, wie ich es mir heute wünsche, dann muss das hauptsächlich mit dem Herzen gehen. Ich bitte den Heiligen Geist, mir zu helfen, heute damit einen guten Schritt vorwärts zu kommen.

 

Gebet:

Heiliger Geist, heute bitte ich dich um eine besondere Hilfe. Jesus, sagt, wir sollen zu ihm kommen. Ich will das heute praktizieren. Ich will immer bei ihm sein, mit allem zu ihm kommen. Das kann mir nur mit deiner Hilfe gelingen. Du musst mich immer wieder daran erinnern. Bitte hilf mir, heute mit dem Herzen zu beten, mit dem Atem, so dass ich so viel wie möglich in der Gemeinschaft mit Jesus bleibe.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, wie einfach das klinkt: Kommt alle zu mir. Und wie schwierig ist es, sich jeden neuen Tag wieder auf dich zu fokussieren, dich in die Mitte zu stellen, dir alle Sorgen zu übergeben. Dabei weiss ich und spüre, dass meine Seele bei dir Ruhe findet. Heiliger Geist, hilf mir, jeden neuen Tag, Jesus zu loben zu Preisen und zu danken. Amen

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  2. Jesus,du hast gesagt: kommt alle zu mir. Ich muss mich aufmachen zu dir hin. Wie kann das sein? Du bist immer schon da und wartest auf mich. Meine Erfahrung, die Stille aushalten, im Atmen,den Namen Jesus Christus hinein sagen, und in diesem Kreislauf still das Herz ansprechen. Sich Gott überlassen mit all unseren Sorgen und Gedanken. Hierzu gehört das tägliche Einüben in diese Haltung.
    Heiliger Geist, leite du mich in meinem Alltag,alles anzunehmen, und es dir zu überlassen. Amen!

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  3. Jesus, gerne wäre ich wie ein kleines Kind. Denn als ein kleines Kind habe ich ein gutes Gefühl, da Du mein Vater/ mein Papa bist. Ich bin mir sicher, dass Du mich immer an der Hand hältst, so das mir keine Gefahr was anhaben kann, es sei denn ... ich reiße mich los weil ich dickköpfig und stur bin.

    Wenn ich "unmündig" bin, bin ich hilflos und kann auf einmal nicht schlau und klug sein. Denn das "Wissen" muss ich mich von DIR mein Gott schenken lassen.

    Jesus ich vertraue auf dich. Amen

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