Samstag, 7. März 2020

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht. (Mt 17,2)

02 Sonntag der Fastenzeit

 

EVANGELIUM

Mt 17, 1-9

 

In jener Zeit

1nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg.

2Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.

3Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.

4Und Petrus sagte zu ihm: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija.

5Noch während er redete, warf eine leuchtende Wolke ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören.

6Als die Jünger das hörten, bekamen sie große Angst und warfen sich mit dem Gesicht zu Boden.

7Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf, habt keine Angst!

8Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus.

9Während sie den Berg hinab stiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemand von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist.

 

 

Tagesimpuls:

 

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.  (Mt 17,2)

 

An seinem körperlichen Aussehen konnte man nicht erkennen, dass Jesus Gottes Sohn war. Deswegen haben so viele Menschen nicht an ihn geglaubt. Er sah aus wie jeder andere Mann auch. Hier wird Jesus vor den Augen der Jünger verwandelt. Jetzt erkennen sie seine Besonderheit. Sein Gesicht leuchtet wie die Sonne, seine Kleider werden blendend weiß. Jesus zeigt sich in seiner göttlichen Herrlichkeit.

 

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.

 

Ähnlich ist es mir der Eucharistie. Wir sitzen vor dem Allerheiligsten und sehen eine weiße Hostie. Aber man kann keinen Unterschied erkennen, körperlich sieht die Hostie nicht anders aus als eine nicht konsekrierte Oblate. Es ist eine kleine weiße Scheibe Brot. Vielleicht schenkt uns Jesus während der Anbetung manchmal solche Momente der Verklärung, wo seine Gestalt vor unseren Augen leuchtend weiß wird, wo wir auch in der Hostie ganz tief erkennen, es ist wirklich Jesus, der Herr, mit seiner ganzen Gottheit und Menschheit, hier gegenwärtig.

 

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.

 

Auch wenn Jesus mir das nicht persönlich schenken würde, so hat er es doch der Kirche geschenkt. Er hat es betenden Menschen geschenkt, und diese haben es bezeugt, damit wir alle es glauben können. Und wenn er es mir in einem Augenblick schenkt, dann tut er das, damit ich es auch in den Momenten glaube, wo ich wieder nur die kleine weiße Scheibe sehe und vielleicht versucht bin, zu zweifeln. Verklärungserlebnisse sind Höhepunkte, von denen wir zehren sollen. Wir müssen nicht permanent diese Höhepunkte erleben. Wenn wir in der Gegenwart des eucharistischen Herrn verweilen, dann glauben wir, dass er gegenwärtig ist, genauso wie die Jünger damals an Jesus geglaubt haben, auch wenn er nicht die ganze Zeit leuchtend weiß war, wenn er aussah wie jeder normale Mensch auch.

 

Und er wurde vor ihren Augen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht.

 

Die Konsequenz ist: Besuchen wir Jesus häufig dort, wo er auch heute noch körperlich gegenwärtig ist, in der Eucharistie! Wenn es in der Nähe Angebote für eucharistische Anbetung gibt, dann sollten wir daran teilnehmen. Ich bin sehr froh, dass wir im Selfkant eine solche 24/7 Anbetungsinitiative beginnen werden. Ich hoffe, dass sich viele beteiligen werden, so dass wir wirklich eine ununterbrochene Kette der Anbetung bekommen werden.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für deine Verklärung. Ich danke dir für Momente, in denen du in deiner göttlichen Herrlichkeit aufleuchtest. Dabei ist es egal, ob du mir in dieser besonderen Weise aufleuchtest oder anderen Menschen, die das für mich bezeugen. Weil du dich so oft Menschen gegenüber bezeugt hast, kann ich auch an dich glauben, an deine herrliche Gegenwart in der Eucharistie.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


Kommentare:

  1. Jesus, ich danke dir, dass du dich mir im Allerheiligsten Sakrament gezeigt hast. Immer dann, wenn Zweifel kommen, wie z.B. jetzt bei dem weltweiten Ausbruch des Coronavirus, darf ich mich daran erinnern.
    Dabei wächst in mir das Vertrauen, dass du uns sicher durch dieses Leid führst, dass du das Licht in dieser Dunkelheit bist.
    Jesus, bitte berühre alle Menschen so, wie du mich berührt hast und es immer wieder tust.
    Lass die Menschen erkennen, dass es wichtig ist, dir in der Eucharistie und in der Eucharistischen Anbetung (24 Stunden/7 Tage in der Woche) zu begegnen. Lass sie Erfüllung finden im Zusammensein mit dir.

    In Norditalien, in der Nähe von Vicenza, erschien die Jungfrau Maria am 1. August 1428 einer alten Frau, Vincenza Parisi, als die Stadt, von der Pest dezimiert, dem Untergang geweiht war. Die Muttergottes versprach Vincenza ein Ende der Epidemie, wenn man sich entscheiden würde, eine Kirche auf dem Monte Berico zu bauen. Das Gotteshaus wurde in nur 3 Monaten erbaut und die Pest verschwand.

    Jesus, lass uns dich wieder in den Mittelpunkt stellen, damit auch in unserer Zeit Menschen geheilt werden und Epidemien verschwinden.
    Heiliger Geist, bitte hilf uns dabei.

    Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus;
    lass uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm vorübergehn.
    Patronin voller Güte,uns allezeit behüte.

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  2. Jesus, ich würde mir wünschen, ich wäre dabei gewesen. Wow... was geht denn hier ab, hätte ich wohl gedacht.
    Nachdem DU im vollen Göttlichen Licht erschienen warst, erfährt Petrus wohl eine "Verzückung".
    Ist Petrus plötzlich wohl "verrückt" also "geistlich" in eine andere Zeit..., nachdem er sagt, " wenn DU willst werde ich drei Hütten bauen" .
    Denn so schnell wie alles geschehen ist, war auch alles wieder vorbei.
    Doch was bleibt ist, dein himmmlischer Glanz. Doch dieser Glanz umschließt Dein ganzes Wesen.

    Wo kann ich diesen Glanz erkennen?
    - in der Anbetung !
    Deinen wirklichen Glanz kann ich nur erahnen. Doch bis ich ihn einst sehen kann, muss ich mich noch in Geduld üben.
    Auch Petrus muss sich in Geduld üben, bevor er verstehen wird, was geschehen ist.
    Denn dafür muss sein "Glaubensleben" sich noch bewähren, .... dafür muss es Ostern werden.

    Gottesmutter Maria, auch mein Glaube muss sich bewähren, führe mich an deiner Hand, und gehe mit mir gemeinsam auf Ostern zu.

    Amen

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