Mittwoch, 18. März 2020

Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen. (Mt 5,18)

03 Woche der Fastenzeit    

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,17-19

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. 

Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. 

Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

 

 

Tagesimpuls:

 

Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen.  (Mt 5,18)

 

Ich will ehrlich sein. Ich verstehe nicht wirklich, was Jesus uns sagen will. Hat es tatsächlich mit dem Alten Testament zu tun und den darin enthaltenen Vorschriften? Ich schreibe jetzt einfach, wie ich es für mich verstehen kann. Ich sehe darin unsere christliche Ethik, die ja auf den zehn Geboten und auf den Weisungen des Alten Testaments basiert. Wir haben eine christliche Morallehre, welche die zehn Gebote beinhaltet wie z.B. „Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen usw." Und diese christliche Morallehre gilt für uns Menschen, auch wenn wir Sünder sind und nicht alles einhalten.

 

Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen.

 

Ich sehe einen Unterschied, der leicht zu verstehen ist. Was macht jemand, der sich nicht an die Gebote hält? Er hat zwei Möglichkeiten: Entweder er geht beichten und bekennt, dass er ein schwacher Sünder ist. Oder er behauptet, diese Gebote seien altmodisch, gerne sagt man heute „mittelalterlich", und man müsse sich von der Kirche keine Vorschriften machen lassen.

 

Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen.

 

Ich glaube, dass es nur ganz wenige Menschen gibt, die alle Gebote der christlichen Ethik halten. Aber trotzdem könnte man ihre Gültigkeit weiterhin bekennen, und zugleich bekennen, dass man selber eben schwach ist und nicht alles einhält. Dazu kommt dann noch die Frage, ob man sich denn an diesen Geboten orientieren will. Manchmal ist man so verstrickt in Sünden, dass man gar nichts ändern will, obwohl man erkennt, wie falsch das alles ist. Aber selbst dann könnte man wenigstens bekennen, dass man falsch liegt mit seinem Leben, und nicht die Gültigkeit der christlichen Gebote in Frage stellen.

 

Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen.

 

Für mich ist die Hoffnung sehr wichtig. Jesus wird uns Schritt für Schritt helfen, immer mehr im gleich zu werden, dass er immer mehr in uns lebt. Darin finden wir die Erfüllung unseres menschlichen Daseins. Wir dürfen an der Hoffnung festhalten, dass wir uns immer mehr in die Richtung entwickeln, die Jesus mit uns gehen will, und das bedeutet, dass wir die Sünden überwinden werden. Wenn ich allerdings die Gültigkeit der Gebote in Frage stelle, dann mache ich meinen Kleinglauben und meine Halbherzigkeit zur Norm. Dann werde ich mich auch nicht weiterentwickeln.

 

Gebet:

Jesus, ich will deine Gebote nicht in Frage stellen. Eher stelle ich mich selber in Frage. Ich erkenne und bekenne meine Fehler, aber ich habe die Hoffnung, dass ich mit deiner Hilfe immer mehr zur Erfüllung meines menschlichen Daseins finden werde, was bedeutet, dass ich dann ganz konform leben werde zu deinen Geboten.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

PS.: Ab heute werden wir die Online Messen ausstrahlen auf der Webseite Kirche-Selfkant.de: Jeden Tag um 18.00 Uhr, sonntags zusätzlich um 10.30 Uhr. Täglich um 19.00 Uhr beten wir online ein Novenengebet gegen die weitere Ausbreitung des Virus, mit eucharistischer Anbetung.

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, nach dem Lesen des heutigen Evangelium's, blicke ich darüber hinaus in die heutige Lesung.

    Mose erinnert uns daran die Gebote zu halten, und im Evangelium sagst DU uns HEUTE in Vers
    19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.
    Wer sie aber hält und halten lehrt,
    der wird groß sein im Himmelreich.

    Ich muss mich fragen, "wie lebe ich,
    in DEINEN AUGEN und wie lebe ich für DICH die Gebote?

    Wenn ich mich nur das erste GottesGebot abschaue...

    1. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten befreit hat. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

    - was alles habe ich so in den letzten Jahren in meinem "Herzen angehäuft" - und womit habe ich DIR Deinen Platz in meinem Herzen beraubt?

    - oder habe ich nicht doch DEINEN Heiligen Namen, den Namen des Herrn, meines Gottes, missbraucht?

    - und bin ich für meine Eltern da, ( egal was vorher gewesen ist ...) denn es heisst ...Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
    -usw.

    Heilige Gottesmutter Maria erbitte uns die gnadenreiche Kraft des Hl.Geistes, damit ich mich bemühe die Fastenzeit zur Erhre Gottes zu leben.
    Amen

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