Donnerstag, 12. Dezember 2019

Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. (Mt 11,12)

Advent 02 Woche     Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,7b.11-15

In jener Zeit begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: 

Amen, das sage ich euch: Unter allen Menschen hat es keinen größeren gegeben als Johannes den Täufer; doch der Kleinste im Himmelreich ist größer als er. 

Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich. 

Denn bis hin zu Johannes haben alle Propheten und das Gesetz über diese Dinge geweissagt. 

Und wenn ihr es gelten lassen wollt: Ja, er ist Elija, der wiederkommen soll. 

Wer Ohren hat, der höre!

 

 

Tagesimpuls:

 

Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.  (Mt 11,12)

 

Das Reich Gottes ist die Gemeinschaft mit Jesus, für die ich mich öffnen will. Ich will Raum schaffen für Jesus in meinem Leben. Johannes hat gelehrt, dass man umkehren soll, Buße tun, verzichten, um vorbereitet zu sein auf die Beziehung zu Jesus. Ich stelle mir vor, wie ein total beschäftigter Junggeselle eine Freundin findet. Wenn er völlig in seinen Aktivitäten aufgeht, wird er wohl nie Zeit finden, um eine Bekanntschaft zu machen. Und wenn er wirklich eine Frau finden sollte, die Interesse an einer Beziehung zu ihm hat, wenn er dann nie Zeit hat, dann wird sie bald wieder abspringen. Genauso müssen wir unser Herz frei machen für Jesus. Wir können nicht alles genauso weitermachen wie bisher, aber trotzdem unser Herz auf Jesus vorbereiten wollen. Wenn wir unser Herz auf Jesus vorbereiten wollen, dann müssen wir irgendwo Platz schaffen.

 

Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.

 

Das hat Johannes gelehrt. Und seit er das gelehrt hat, hat es viele Menschen gegeben, die sich in irgendeiner Form Gewalt angetan haben, um offen zu werden für Jesus. Menschen haben z.B. angefangen zu fasten, und das war gar nicht so einfach. Vielleicht haben Menschen andere Dinge in ihrem Leben losgelassen, vielleicht eine Sucht, die sie trotz aller Schwierigkeiten aufgegeben haben. Oder sie haben weniger eingekauft und dafür mehr an arme Menschen gespendet. Viele Möglichkeiten gibt es, sich auf die Begegnung mit Jesus vorzubereiten, indem man in seinem Leben einen Freiraum dafür schafft.

 

Seit den Tagen Johannes' des Täufers bis heute wird dem Himmelreich Gewalt angetan; die Gewalttätigen reißen es an sich.

Die Formulierung von Jesus ist gewöhnungsbedürftig. Die „Gewalttätigen", das klingt für uns negativ, so wie wenn man sich in eine Schlägerei verwickelt. Aber vielleicht können wir es so verstehen, wie ich es oben zu erklären versucht habe. Man muss sich schon etwas Gewalt antun, wenn man sich für Jesus öffnen will. Wenn man nur bequem auf der Couch sitzen bleiben will ohne jede Anstrengung, dann bekommt man das Reich Gottes nicht, dann findet man nicht in eine tiefere Beziehung zu Jesus. Lassen wir uns vom heutigen Evangelium ermutigen! Die Beziehung zu Jesus darf uns etwas wert sein, sie darf uns etwas kosten. Sind wir dazu bereit?

 

Gebet:

Jesus, du bestätigst das Wirken Johannes des Täufers. Wir sollen uns wenigstens ein bisschen anstrengen, um dich zu finden, so wie Johannes es gelehrt hat. Wir sollen uns um das Reich bemühen. Du sagtest auch: „Sucht zuerst das Reich Gottes!" Ja, ich will mir Mühe geben, ich will es nicht dem Zufall überlassen. In dieser Adventszeit will ich dem Rat Johannes des Täufers folgen und mich anstrengen, um dir Raum zu schaffen, um dir den Weg zu bereiten in meinem Leben.

 

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. HERR, DU mein Gott, ich bitte um die Gnade, meinen Glauben noch mehr "in DIR" festigen zu dürfen. Denn nur ein fester Glaube, lässt in mir ein ein eifriges "johannisches Herz" keimen.
    Ich würde mir wünschen, dass ich wie Johannes im Glauben mich noch mehr für die Ehre Gottes ereifern könnte.

    Ein solch eifriges Herz, erbitte ich auch für unsere Priester und alle Hirten DEINER KIRCHE, dass sie mit uns allen auf dass schauen, was im Himmel das Größte ist. JESUS CHRISTUS

    Amen

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