Samstag, 7. Dezember 2019

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. (Mt 3,2)

Advent 02 Sonntag

 

EVANGELIUM                                                                                                    Mt 3, 1-12

 

1In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:

2Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

3Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!

4Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.

5Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus;

6sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.

7Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Gericht entrinnen könnt?

8Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt,

9und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben ja Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen Kinder Abrahams machen.

10Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

11Ich taufe euch nur mit Wasser (zum Zeichen) der Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.

12Schon hält er die Schaufel in der Hand; er wird die Spreu vom Weizen trennen und den Weizen in seine Scheune bringen; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. (Mt 3,2)

 

Johannes ruft das Volk Israel zur Umkehr auf. Ob man es hören will oder nicht – heute wie damals – die Umkehr ist die Voraussetzung, um Jesus zu empfangen. Hier geht es nicht um eine Auseinandersetzung über die Gnadentheologie. Die Gnade Gottes kommt uns immer und in allem zuvor. Ohne die Gnade können wir keinen Finger rühren, können wir nicht den kleinsten Schritt der Umkehr machen. Die Gnade hilft uns bei allem, sie hilft uns vor allem bei der Umkehr. Aber es bleibt dabei: Ohne die Umkehr empfangen wir Jesus nicht.

 

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

 

Vielleicht geschehen viele Sünden und Peinlichkeiten in unserem Leben, weil Gott uns dadurch an den Punkt führen will, dass wir erkennen, dass wir weder gute Christen noch perfekte Menschen sind. Wir müssen von unserem Stolz umkehren, dass wir in den Augen der anderen und vor uns selbst gut dastehen wollen. Daher die harten Worte an die Pharisäer. Sie sind nämlich stolz und meinen, sie wären die Besten.

 

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

 

Durch seinen ganzen Lebensstil predigt Johannes die Umkehr. Er ist „konsumkritisch". Es beginnt schon bei den kleinsten Kindern, wie die überhäuft werden mit Spielsachen. Keiner fragt, was für sie gut ist. Wir machen einfach mit in diesem Konsumstrudel, in dem das Materielle das allerwichtigste zu sein scheint. Und bei den Erwachsenen ist es nicht anders, nur dass die „Spielzeuge teurer werden", wie jemand einmal schön gesagt hat. Johannes fragt uns: Hat der Wohlstand nicht seine Schattenseiten, die uns immer mehr von Gott entfernen? Und dadurch wird das Böse in unserer Gesellschaft immer mächtiger. Für die Kirche, für das Gebet hat man keine Zeit.

 

Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.

 

Bei Johannes gingen die Leute zur Taufe als Zeichen der Umkehr. Wir sind heute zur Beichte eingeladen als unser Zeichen der Umkehr. Bei der Beichte überwinden wir unseren Stolz. Wer beichtet, kann nicht zugleich behaupten, was für ein toller perfekter Mensch er wäre. Die Beichte hilft uns, unseren Lebensstil zu überprüfen, wo wir das Materielle viel zu hoch bewertet haben. Was hat in unserem Leben alles Gott weggedrängt von dem Platz, der ihm zustehen würde? Die Beichte sollte in dieser Adventszeit unser Zeichen der Umkehr sein. Wie gesagt: Ohne Umkehr empfangen wir Jesus nicht.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mich nicht einfach meinen Weg weiterlaufen lässt. Du sprichst in mein Gewissen, du rufst mich zur Umkehr auf. Ich soll über mein Leben nachdenken und mich fragen, wo ich etwas korrigieren muss. Hilf mir, demütig zu sein und meine Schuld einzugestehen, damit sich mein Leben immer mehr an deinem Leben ausrichtet. Ich will dich empfangen, und daher bin ich bereit zur Umkehr.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, Johannnes ruft auf zur Umkehr!
    Doch, wer bin ich für dich?
    ...bin ich einer der an die Auferstehung glaubt ( Pharisäer glaubten daran )
    ... oder bin ich jemand, der nicht daran glaubt ( Saduzäer glaubten nicht daran).
    ... bin ich ein "Blender" der es jedem recht machen will
    ...bin ich "im Gebet" innerlich ausgerichtet "in JESUS"
    ...oder bin ich mit meinen Gedanken beim Fussballspiel welches heute Nachmittag stattfindet
    ...oder bin ich bei dem "Summen meines Handy" oder schon bei dem nächsten Termin? u.v.m.

    Hl.Schutzengel mein,
    erbitte mir am Throne der unbefleckten Jungfrau Gottesmutter Maria, die Gnaden "der Umkehr", damit ich auf den wahren Glaubensweg meinen Herrn Jesus Christus entgegen gehe.

    Amen

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