Mittwoch, 27. November 2019

Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern. (Lk 21,16)

34 Woche im Jahreskreis      Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,12-19

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Man wird euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. 

Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. 

Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen; 

denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, so dass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. 

Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern, und manche von euch wird man töten. 

Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. 

Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. 

Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern.  (Lk 21,16)

 

Viele Menschen sind noch nicht sehr gefestigt im Glauben. Wir sprechen mit ihnen und sie öffnen sich. Sie gehen Schritte auf Jesus zu. Aber das Blatt kann sich auch sehr schnell wieder wenden. Der Teufel versucht, sie wieder zurückzuziehen. Ich sage mir immer: Diese Menschen sind hart umkämpft. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass sie stabil den guten Weg gehen. Daraus habe ich durch Erfahrung gelernt, dass man sehr aufpassen muss, was man sagt. Ich bin oft zu ehrlich und zu vertrauensselig gewesen. Aber wenn man zu viel Vertrauen schenkt, können diese Menschen, wenn sie wieder in die andere Richtung fallen, dass alles sehr leicht gegen uns verwenden.

 

Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern.

 

Ich habe z.B. gelernt, dass ich sehr gut aufpassen muss, ob und wie ich vom Teufel spreche. Einmal war jemand in einer Konfliktsituation. Ich habe dazu geraten, die Einheit zu wahren und sich nicht zu entzweien. Ich sagte: „Der Teufel will immer die Spaltungen, die Trennungen und den Streit; Jesus will immer die Einheit und den Frieden." Inzwischen hat sich diese Person auch wegen einer anderen Sache gegen mich gewendet und erzählt überall: „Pastor Bohnen hat mir gesagt, ich sei vom Teufel besessen." Daran sieht man, wie man aufpassen muss. Die Menschen sind nicht gefestigt. Heute kommen sie und suchen Rat, morgen wenden sie sich gegen uns. Aber das Gute ist: Fast immer kommen sie auch wieder reumütig zurück. Sie gehen ihre Umwege, aber letztlich zieht sie Jesus doch zu sich. Daher ist es auch wichtig, für die Menschen zu beten.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du die Menschen ziehst, und dass du uns als deine Zeugen gebrauchst. Hilf uns, so wie du es einmal gesagt hast, „klug zu sein wie die Schlangen", dass wir nicht unnötig Angriffsflächen bieten. Auf der anderen Seite werden wir aber auch nie vermeiden können, dass die Menschen uns angreifen. Hilf uns auch, standhaft und etwas unempfindlich zu werden gegenüber dem, was die Menschen gegen uns reden. Was auch immer geschieht, alles soll uns noch mehr in deine Arme treiben.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, DU lässt mich heute erkennen, dass die Welt "in dieser Zeit meines Lebens", alles andere ist als rosa-rot!

    Wenn ich um mich herum schaue, und ich blicke zurück un mein persönliches Leben, so tun sich die unterschiedlichsten Abgründe auf.

    Jesus, DU fragst mich; " mein Kind, wie gehst du mit einer solchen Botschaft um?"
    Ich kann nur für mich sprechen Herr.
    -für mich ist DEINE BOTSCHAFT eine Frohe Botschaft und keine Drohbotschaft.

    Denn immer dann, wenn wir einen lieben Menschen zu Grabe tragen, singen wir das Lied: "Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost was kommen mag...".

    So warte ich im Glauben, Herr, auf das, was DU mir "Heute" gibst

    Amen

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