Dienstag, 26. November 2019

Es wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. (Lk 21,6)

34 Woche im Jahreskreis      Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,5-11.

In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: 

Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. 

Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen, und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? 

Er antwortete: Gebt acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! 

Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. 

Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. 

Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen, und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Es wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.  (Lk 21,6)

 

Alles ist vergänglich. Wir können nichts festhalten. Alles, was wir in dieser Welt erleben oder tun, ist relativ. Es ist uns in die Hände gelegt, aber es wird uns auch wieder aus den Händen genommen. So schön, wie alles auch sein mag, es wird uns genommen werden.

 

Es wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.

 

Im zweiten Weltkrieg entstand die Fokolarbewegung. Chiara Lubich, damals eine junge Frau, hatte mehrere andere Gleichaltrige zu einer kleinen geistlichen Gemeinschaft zusammengerufen. Sie trafen sich, lasen die Bibel und taten gute Werke. Nach einer Bombennacht auf Trient, wo sie wohnten, war nichts mehr wie vorher. Mehrere hatten nahe Angehörige verloren, Lebensperspektiven waren über Nacht zerstört. In dieser Situation wurde Chiara Lubich bewusst, dass es etwas gibt, was einem keiner nehmen kann: Der Bräutigam, Jesus. An ihn müssen wir uns klammern! Gleich, was uns genommen wird, Jesus kann mir keiner nehmen, er ist der einzige, der immer bei mir ist. Auf ihn soll ich mich verlassen.

 

Es wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden.

 

In unserer Welt und in unserem Leben gibt es viele schöne Dinge. Das ist auch gut so. Aber innerlich sollen wir uns ganz auf Jesus stützen. Irgendwann wird uns alles genommen. Jesus aber wird immer bleiben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du immer bei mir bleiben wirst. Ich will mein Leben auf dich gründen, dem sicheren Fels. Hilf mir, dass ich mich nicht zu sehr von weltlichen Dingen abhängig mache. Ich mache mir bewusst, dass alles vergänglich ist, dass mir alles genommen werden kann. Du aber bleibst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. O Herr ein solches Szenario ist sehr schlimm. Doch für mich stelle ich fest, dass sich dies alles nicht nur "draußen in der Welt - in den anderen Ländern abspielt" sondern auch in mir selbst.

    Wie oft stehe ich mit mir selbst auf "Kriegsfuss "- da ich gerade eine schlechte Nachricht ( Diagnose Krebs - oder mein Partner trennt sich) erhalten habe, oder ich muss mir der nicht nachvollziehbaren Kritik eines Mitmenschen stellen, womöglich gibt es Ärger mit meinen Eltern oder Kindern, oder aber - durchlebe ich gerade selbst das Gefühl eines "BurnOut" ? !

    Hier, Herr, kannst nur DU für mich "Richtschnur des wahren Lebens" sein.

    Herr Jesus, binde mich an deine Liebe, binde mich an das Holz des Kreuzes.
    Wecke in mir die Sehnsucht, mich nach DEINEM ANGESICHT auszustrecken.

    - nur so, kann ich all dem entrinnen!

    Amen

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