Samstag, 23. November 2019

Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. (Lk 19,43)

CHRISTKÖNIGSSONTTAG

Evangelium                                                   Lk 23,35b-43

In jener Zeit
35bverlachten die führenden Männer des Volkes Jesus
und sagten: Andere hat er gerettet,
nun soll er sich selbst retten,
wenn er der Christus Gottes ist, der Erwählte.
36Auch die Soldaten verspotteten ihn;
sie traten vor ihn hin,
reichten ihm Essig
37und sagten:
Wenn du der König der Juden bist,
dann rette dich selbst!
38Über ihm war eine Aufschrift angebracht:
Das ist der König der Juden.
39Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn:
Bist du denn nicht der Christus?
Dann rette dich selbst und auch uns!
40Der andere aber wies ihn zurecht
und sagte:
Nicht einmal du fürchtest Gott?
Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
41Uns geschieht recht,
wir erhalten den Lohn für unsere Taten;
dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
42Dann sagte er: Jesus,
denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!
43Jesus antwortete ihm:
Amen, ich sage dir:
Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

 

Tagesimpuls:

 

Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.  (Lk 19,43)

 

Wir sehen, wie es die Beziehung zu Jesus ist, die uns rettet. Es sind nicht die guten Taten, denn diese kann der Verbrecher nicht vorweisen. Es ist die Beziehung zu Jesus. Aber diese Beziehung zu Jesus muss da sein. Sie ist nicht automatisch gegeben, weil man getauft und Mitglied der Kirche ist. Es gibt zum Beispiel Menschen, die ihr Leben lang regelmäßig zur Kirche gehen und nicht an die Auferstehung glauben. Diese Beziehung zu Jesus war bei den führenden Juden und Pharisäern auch nicht automatisch gegeben. Im Gegenteil, Menschen, die religiös eher stark sind, sind in der Gefahr, sich mehr auf ihre religiöse Stärke zu verlassen als die Beziehung zu Jesus zu suchen und zu pflegen.

 

Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

 

Die Beziehung zu Jesus ist etwas sehr Innerliches. Man kann sie nicht messen, man darf sie anderen nicht absprechen. Es ist etwas, was letztlich nur Gott beurteilen kann, wie stark sie in einem Menschen vorliegt oder nicht. Wir können uns aber darum bemühen. Wir können Sehnsucht danach haben. Dass wir etwas daran tun können, sehen wir am Vergleich der beiden Verbrecher. Der eine verspottet Jesus, der andere wendet sich vertrauensvoll an ihn. Es liegt also schon an uns selber, an dem was wir tun, an dem, wie wir uns Jesus gegenüber verhalten.

 

Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.

 

Wir brauchen den Heiligen Geist, um in eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung zu Jesus zu finden. Der Heilige Geist ist die Liebe Gottes, die in unsere Herzen ausgegossen wird. Der gute Verbrecher hat das erleben dürfen. Sein Herz wurde von dieser Liebe erfüllt. Daher hatte er diese positive Beziehung zu Jesus bekommen im letzten Augenblick seines Lebens. Bitten wir Gott um die Ausgießung seines Heiligen Geistes in unser Herz, damit wir erfüllt werden von der Liebe Gottes, von der Liebe zu Jesus! Wenn wir uns nach einer lebendigen Beziehung zu Jesus sehnen und uns darum bemühen, dann können wir gerettet werden, jetzt und in der Stunde unseres Todes.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir eine Beziehung zu dir haben dürfen. Bitte hilf uns, jeden Augenblick unseres Lebens in dieser Beziehung zu leben und dich nie zu vergessen. Du willst immer bei uns sein, uns in allem begleiten. Danke, dass du uns rettest, jetzt, und in der Stunde unseres Todes.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:


  1. Heute erfahre ich Herr,
    dass Du gekreuzigt wirst.

    Es scheint, als würde alles zu Ende gehen - Kreuz - Tod - aus und vorbei.

    Doch so ist es nicht!  
    Hoffnung macht sich breit!

    So wie wir den Christkönigssonntag feiern, so bricht mit der vorweinachtlichen Zeit - Advent etwas "NEUES" an!

    Jesus, auch ich bekenne,
    dass DU   für mich  gelebt - gelitten und gestorben / ans Kreuz  geschlagen worden bist.

    Dafür kann ich Dich nicht genug danken!!!

    Auch Ich,  stelle mich hinter meinen "Mitbruder - dem Sünder,
    denn  auch ich  habe gesündigt und werde den Lohn für meine Taten erhalten. 

    Lass mich o Herr,
    Dich jetzt mit den Augen des greuzigten Sünders sehen,
    damit auch ich verstehe
    und laut zu DIR  schreie...
    "denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!"

    Amen

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