Montag, 29. Juli 2019

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? (Joh 11,26)

Heilige Marta

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 11,19-27

In jener Zeit waren viele Juden zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten. 

Als Marta hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, Maria aber blieb im Haus. 

Marta sagte zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. 

Aber auch jetzt weiß ich: Alles, worum du Gott bittest, wird Gott dir geben. 

Jesus sagte zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen. 

Marta sagte zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird bei der Auferstehung am Letzten Tag. 

Jesus erwiderte ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, 

und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das? 

Marta antwortete ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Messias bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.

 

 

Tagesimpuls:

 

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?  (Joh 11,26)

 

Jesus gibt dem Tod eine andere Qualität. Er sagt, dass wir, wenn wir an ihn glauben, gar nicht wirklich sterben. Als Jesus die Tochter des Synagogenvorstehers auferweckt, da sagt er: „Das Mädchen schläft nur." (Mt 9,24) Für ihn ist der Tod von gläubigen Christen nur ein Einschlafen. Und in unserer deutschen Sprache haben wir diese Wirklichkeit zum Ausdruck gebracht, indem wir von „entschlafen" reden. Das ist also eine schöne biblische Redeweise, die zeigt, wie sehr Jesus die Qualität des Todes verändert. Daher müssen wir Christen keine Angst mehr vor dem Tod haben.

 

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

 

Wir sehen, wie Jesus jede Wirklichkeit unseres Lebens durchdringt und positiv verändert, auch gerade die schmerzhaften Dinge, auch den Tod. Alles wird gut durch Jesus, alles können wir ihm anvertrauen. Wir müssen also vor nichts mehr Angst haben. Bei den Märtyrern sagt Jesus z.B. dass ihnen kein Haar gekrümmt wird. (Lk 21,18) Auch wenn sie leiden, dann ist es doch so, als wenn sie nicht leiden müssten. Wir können Jesus also wirklich voll vertrauen. Wenn er den Tod zum Guten wenden kann, dann kann er auch alles andere zum Guten wenden, was wir durchmachen.

 

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

 

Wir selber können ihm all unser Leid, all unsere Schmerzen anvertrauen. Wenn mir etwas weh tut, ja selbst wenn mir ein Missgeschick passiert, dann bete ich immer: „Jesus, das opfere ich jetzt gerne für dich auf. Gib dass dadurch mehr Liebe in die Welt kommt. Und wenn es dafür gut ist, dass irgendjemand etwas näher zu dir findet oder sogar gerettet wird, dann bin ich dir dafür sehr dankbar." So mache ich mir bewusst, dass jeder Schmerz für etwas gut sein kann, auch wenn mit ganz klar ist, dass meine kleinen Schmerzen nur sehr gering sind im Vergleich zum dem was Jesus auf sich genommen hat, und auch im Vergleich zu dem, was andere Menschen leiden. Aber ich vertraue auf Gott, dass er mir genau das schenkt und zulässt, was im Moment für mich gut ist.

 

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?

 

Legen wir also alles in Gottes Hände! Er kann den Tod und jedes Leid verwandeln. Er verwandelt den Tod in ein Einschlafen. Wir müssen keine Angst haben.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns so viel Hoffnung machst. Ich vertraue dir ganz. Ich vertraue dir heute schon meine Sterbestunde an, und auch die Sterbestunde meiner liebsten Angehörigen. Du wirst alles leiten und lenken. Und alles wird gut sein, für den, der stirbt, und für alle Angehörigen. Danke, dass wir so sehr auf dich vertrauen dürfen und keine Angst haben müssen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

 







Roland Bohnen
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Fax 02456 - 3019


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