Donnerstag, 18. Juli 2019

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht. (Mt 11,30)

15 Woche im Jahreskreis     Donnerstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,28-30

In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. 

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

 

Tagesimpuls:

 

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.  (Mt 11,30)

 

Jesus lehrt uns die Wahrheit, die wir immer wieder proklamieren müssen. Diese Wahrheit wird angegriffen durch die Lügen des Teufels. Der Teufel will uns einflüstern, dass der Weg Jesu zu schwer ist, dass wir ihn nicht schaffen können, dass wir uns erst gar keine große Mühe zu geben brauchen. Dagegen sagt Jesus, dass es möglich ist, seinen Weg zu gehen, und dass es nicht so schwer ist, wie es scheint.

 

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

Insbesondere dort, wo wir noch Gebundenheiten in unserem Leben haben, z.B. eine Sucht oder eine schlechte Angewohnheit, dort meinen wir, dass der Weg Jesu zu schwer ist. Jemand, der z.B. abhängig ist von Pornografie, oder jemand der esssüchtig ist, findet es sehr schwer, davon loszukommen. Aber genau das ist die Lüge. Vor kurzem hörte ich einen Vortrag von einem renommierten Psychiater über Pornografiesucht, die in den letzten Jahren immer verbreiteter geworden ist. Er sagte etwas Überraschendes. Was dahinter steckt, sei in Wirklichkeit sehr banal. Das wäre kein Fall, der intensiver und langer Therapie bedürfe. Es hinge nicht primär mit Schädigungen aus der Kindheit zusammen, die man erst therapieren muss, bevor derjenige von seiner Sucht befreit werden könne. Er sagte, dass es leichter sei, damit aufzuhören, als viele denken. Man muss es einfach nicht mehr machen.

 

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

Das überrascht, korrespondiert aber sehr gut zu dem, was Jesus gesagt hat. Es ist gar nicht so schwer, wie es scheint. Der Teufel will, dass wir denken, dass es so schwer ist, so unmöglich zu schaffen. Und wir glauben das. Wir sind immer in diesem kausalen Denken, dass uns die (inzwischen nicht mehr moderne, aber immer noch so populäre) Psychologie beigebracht hat. Alles hätte tiefgreifende Ursachen in der Kindheit, die uns heute vom richtigen Handeln blockieren würden. Und die Moraltheologie wird abgeschafft, die uns lehrt, was Gut und Böse ist, was richtig und falsch, weil das heute keiner mehr hören will. Jesus würde es ganz einfach sagen: Lass einfach das Böse! Es ist leichter als du denkst. Lass dir nicht einreden, es wäre unmöglich!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du die Lügen des Teufels entlarvst. Ich danke dir, dass du die Fesseln des Bösen zerbrichst, die vor allem in unserem Denken existieren. Wir widersagen dem falschen Denken und wir proklamieren deine Wahrheit: Es ist leicht, deinen Weg zu gehen. Jesus, wir wollen heute mit neuem Vertrauen dir folgen. Danke Jesus!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Nachfolge ist nicht einfach.

    Im Tagesverlauf trete ich oftmals "selbst" Schwierigkeiten oder Problemen gegenüber.
    "Es kann" aber auch sein, dass der Widersacher mir schwierige Situationen gegenüber stellt - die mich drohen aus der "Lebensbahn" geworfen zu werden.

    Doch DU JESUS bist die EWIGE LÖSUNG meiner Probleme.

    JESUS ich vertraue auf dich

    Amen

    AntwortenLöschen