Dienstag, 9. Juli 2019

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. (Mt 9,38)

14 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,32-38

In jener Zeit brachte man zu Jesus einen Stummen, der von einem Dämon besessen war. 

Er trieb den Dämon aus, und der Stumme konnte reden. Alle Leute staunten und sagten: So etwas ist in Israel noch nie geschehen. 

Die Pharisäer aber sagten: Mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus. 

Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden. 

Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben. 

Da sagte er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. 

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

 

 

Tagesimpuls:

 

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.  (Mt 9,38)

 

In den letzten Tagen kommt diese Aufforderung immer wieder. Ich fühle mich angesprochen von Jesus. Ihm ist das wichtig. Er hat Mitleid mit den vielen Menschen, die keinen Hirten haben. Das heißt nicht, dass wir unbedingt die alten volkskirchlichen Strukturen wiederherstellen. Es wird sich vieles ändern, vieles hat sich schon geändert. Aber wie dem auch sei, wir brauchen Hirten. Insbesondere wird das klar, wenn man sieht, wie sehr die Menschen heute wieder auf der religiösen Suche sind. In einer Umfrage im Bistum Aachen zum Erneuerungsprozess der Kirche, den das Bistum durchführt, wurden querschnittmäßig Menschen befragt, Katholiken, Nicht-Katholiken, aus der Kirche ausgetretene, Menschen aus allen Milieus. Über 60% geben an, dass sie sich mindestens einmal in der Woche Zeit für Stille, Meditation oder Gebet nehmen.

 

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

 

Die meisten dieser Menschen besuchen nicht unsere Gottesdienste, und sie erwarten leider von der Katholischen Kirche nichts, was ihren religiösen Interessen entsprechen würde. Sie suchen in anderen Gruppen oder Religionen, die sie ansprechender und interessanter finden. Für mich ist das trotzdem ein Zeichen, dass die Ernte groß ist. Menschen sind auf der Suche. Und nur wenn wir als Kirche lebendig sind, können wir sie dort abholen, wo sie stehen, und mit Jesus bekanntmachen.

 

Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

 

Immer wieder höre ich: Nur wenn ich mich selber heilige, kann ich andere Menschen bekehren. Das finde ich richtig. Ich werde andere Menschen mitnehmen zu Jesus, in dem Maße, wie ich selber immer tiefer zu Jesus gehe. Aber trotzdem dürfen wir den Wunsch Jesu nicht vergessen: wir sollen auch ausdrücklich für Arbeiter im Weinberg beten, damit die große Ernte eingebracht werden kann. Die Ernte ist groß! Es gibt viele Menschen, die suchen, und die dann zu Jesus kommen würden, wenn wir sie richtig ansprechen würden. Dazu brauchen wir die Arbeiter. Vergessen wir also nicht das Gebet, was Jesus uns aufgetragen hat!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du viele Menschen rufen willst. Ich danke dir, dass die Ernte groß ist. Ich bete für mehr Arbeiter, damit es uns gelingt, die Menschen anzusprechen und zu dir zu führen. Zeige uns, was wir tun können, um den suchenden Menschen deine Liebe zu zeigen, so dass sie spüren, dass sie nur bei dir das finden, was sie suchen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


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