Mittwoch, 24. Juli 2019

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. (Mt 13,4)

16 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 13,1-9

An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees. 

Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. 

Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen. 

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. 

Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 

als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte. 

Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat. 

Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach. 

Wer Ohren hat, der höre!

 

 

Tagesimpuls:

 

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie. (Mt 13,4)

 

Gestern sprachen wir darüber, dass unser Leben fruchtbar sein soll. Heute sehen wir, dass die Fruchtbarkeit nicht von uns allein abhängt. Wir können alles richtig gemacht haben, d.h. in enger Beziehung zu Jesus und in Liebe zu unseren Mitmenschen leben, aber trotzdem fällt unsere Saat nicht auf fruchtbaren Boden. Die Reaktion der anderen können wir nicht beeinflussen. Manche Exegeten sagen, dass Jesus in diesem Gleichnis sein eigenes Wirken reflektiert, auch seine eigene Enttäuschung, darüber, dass viele Menschen ihm letztlich nicht folgen, auch wenn sie zunächst offen und aufnahmebereit scheinen für seine Botschaft. Ich persönlich finde, dass dieser Gedanke viel für sich hat.

 

Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.

 

Was können wir also tun? Was Jesus getan hat, wissen wir: Er hat geliebt bis zum Ende, bis zur Hingabe am Kreuz. Das ist unser großes Vorbild. Auf keinen Fall die Menschen verurteilen! Ich habe schon mal die Versuchung, zu denken, „dann macht doch, was ihr wollt!" Das ist ganz falsch. Weiter für die Menschen beten, ist richtig. Durch unser Gebet graben wir den Boden um. Hier kommt auch das lange und intensive Gebet ins Spiel, z.B. die 24/7 Anbetung. Alle Missionare wussten, dass Evangelisation nur geht, wenn gleichzeitig im Hintergrund sehr viel gebetet wird. Daher hat Arnold Jansen z.B. nicht nur die Steyler Missionare gegründet, sondern auch die Rosa Anbetungsschwestern. Und dich glaube, dass heute sehr viel Gebet im Hintergrund nötig ist, damit unsere Saat auf fruchtbaren Boden fallen kann.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns zeigst, wie viel Ausdauer wir haben müssen und wie viel Liebe. Wenn wir fruchtbar sein wollen, dann brauchen wir viel Gebet für die Menschen, dass unsere Saat auf fruchtbaren Boden fällt. Hilf uns, nie zu resignieren und nie die Menschen zu verurteilen oder zu beschuldigen. Hilf uns vielmehr, ausdauernd zu beten, in der Liebe zu bleiben und auch unser Kreuz auf uns zu nehmen für unsere Mitmenschen.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Herr Jesus  Christus, schenke mir auf die Fürsprache der heutigen Tagesheiligen und der Fürsprache  der  Gottesmutter,  mir ein offenes Ohr und einen guten Boden in mein Herz.

    Jesus ich liebe  DICH

    AMEN

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