Dienstag, 7. Mai 2019

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben. (Joh 6,35)

03 Woche der Osterzeit

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,30-35

In jener Zeit sagte die Menge zu Jesus: Welches Zeichen tust du, damit wir es sehen und dir glauben? Was tust du? 

Unsere Väter haben das Manna in der Wüste gegessen, wie es in der Schrift heißt: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen. 

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 

Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben. 

Da baten sie ihn: Herr, gib uns immer dieses Brot! 

Jesus antwortete ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.  (Joh 6,35)

 

Gott Vater gibt uns Jesus, um unseren menschlichen Hunger zu stillen. Das ist seine Antwort auf die Not der Menschen, auf jede Not. Damit das Evangelium nicht abstrakt bleibt, müssten wir an dieser Stelle erst einmal in uns gehen und überlegen: Was ist meine Not, was ist mein Hunger, meine Sehnsucht? Das kann sehr eng mit unseren Sünden zusammenhängen, denn die Sünden entstehen oft dort, wo wir unseren Hunger zu stillen versuchen, aber nicht mit Jesus. Man nennt das Kompensation. Wir haben irgendwelche ungesunden Mechanismen entwickelt, die uns kurzfristig Zufriedenheit schaffen. Aber das ist eher Befriedigung als Zufriedenheit. Diese Mechanismen sind ungesund, sie trennen uns von der Liebe, von guten Beziehungen zu den Mitmenschen, sie schaden uns in jeder Hinsicht. Sie können immer nur kurzfristig unseren Hunger, unsere Sehnsucht stillen.

 

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

 

Also gibt der Vater uns Jesus, um uns zu heilen und unseren Hunger zu stillen. An dieser Stelle möchte ich ein persönliches Erlebnis einfügen. Vor kurzem besuchte uns der indische charismatische Pater James Manjackal. Er hat von Jesus die Wundmale bekommen (wie z.B. auch Paulus). Ich konnte es selber deutlich sehen. Andere sahen auch, wie er blutete. Er strahlte eine sehr große Liebe aus. Er sagte, dass er die großen Schmerzen dieser Wunden alle aufopfere für die Sünden der Priester. Einmal hat er sich sogar stellvertretend entschuldigt für alle Sünden der Priester. Manche Menschen wurden durch Priester verletzt, und sie empfanden das wie eine Heilung ihrer Wunden, als er diese Worte aussprach. Mir selber geht es jetzt im Nachhinein so, dass ich Jesu Wunden besser verstehe. Pater James ist so sehr mit dem Geheimnis des Leidens Jesu verbunden, dass ich Jesus dadurch nähergekommen bin. Ich fühle, wie Jesus mir in meiner Not sagt: „Komm zu meinen Wunden." Das kostbare Blut ist jetzt mehr als nur ein theologischer Begriff. Es wird sozusagen für mich berührbar. So erlebe ich, wie der Vater mir Jesus schenkt zur Heilung meiner Wunden, und um meine Sehnsucht zu stillen, und um mir zu helfen, ungesunde Wege zu überwinden, mit denen ich meinen Hunger zu stillen versuche.

 

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.

 

Ja, der himmlische Vater will uns das Brot des Lebens schenken, Jesus! Dann finden wir wirkliche Zufriedenheit, unser Leben wird erfüllt mit Liebe, und wir haben keinen Hunger mehr.

 

Gebet:

Vater, ich danke dir, dass du uns Jesus geschenkt hast. Ich danke dir, dass wir zu seinen Wunden kommen dürfen, und dass wir darin geheilt werden. Vater, ich danke dir für die Menschen, die Jesus schon so tief verbunden sind, die uns das Ostergeheimnis näherbringen, die uns das Geheimnis des kostbaren Blutes so tief spüren lassen. Hilf uns allen, dass wir in Jesus die Nahrung finden, die du uns schenken willst, so dass all unser Hunger gestillt wird.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
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Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:


  1. Jesus, bin auch ich einer aus der Menge, der nach "einem Zeichen fragt"?
    Oder lässt es die Sehnsucht in mir zu, dass ich mich vom Glauben an das lebendige Brot, von DIR führen lasse, auf den Weg der "liebenden,lebendigen und wesenhaften Eucharistie"?
    ...und sehne ich mich nach DICH-JESUS...DER DU DAS "BROT DES EWIGEN LEBENS" bist?

    JESUS - DU hast uns doch das "größte Zeichen aller Zeichen" gegeben....DEINE AUFERSTEHUNG !!

    ● und daran glaube ich, JA
    Jesus Christus ist von den Toten auferstanden...
    Jesus Christus - ER lebt !!

    Amen

    ... und Zeichen geben es viele.
    Hierüber lese ich in der Hl.Schrift

    Oder ich lese über die vielen "Eucharistischen Wunder" so z.B. am 15.August 1996 in Buenos Aires
    Oder das Wunder von Lanciano..

    Jesus, stärke meinen (klei-) Glauben

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