Freitag, 10. Mai 2019

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. (Joh 6,55)

03 Woche der Osterzeit    Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 6,52-59

In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben? 

Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. 

Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm. 

Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe, so wird jeder, der mich isst, durch mich leben. 

Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben. Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit. 

Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafarnaum lehrte.

 

 

Tagesimpuls:

 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.  (Joh 6,55)

 

Jesus bringt es total klar auf den Punkt: Sein Fleisch ist wirklich eine Speise, und wir sollen, ja wir müssen sie essen. An anderen Stellen spricht er vom Heiligen Geist, dass der Geist lebendig macht (Joh 6,63), und dass wir Schüler Gottes sind, also direkt von Gott Erleuchtung empfangen (Joh 6,45). Wir sehen eine Gegensätzlichkeit, die sich ergänzt. Wir hören von Gott, wir empfangen von Gott, wir werden geleitet durch den Heiligen Geist. Aber wenn man nur diese eine Seite sehen würde, dann könnte man sich sehr leicht verrennen. Wir brauchen auch Jesus, Jesus der im Fleisch gekommen ist, und wir brauchen sogar die Eucharistie, die leibliche Vereinigung mit ihm. Ohne die Eucharistie, ohne den im Fleisch gekommenen Jesus (damals in Israel und heute im Fleisch in der Eucharistie) können wir nicht wirklich eine Beziehung zu Gott leben. Dann – wenn ich es mal salopp formulieren darf – hören wir vielleicht auf unser Bauchgefühl, wir hören in uns alles mögliche, aber ob wir wirklich die innere Stimme des Heiligen Geistes in unserem Herzen hören, ist äußerst fraglich. In und durch Jesus haben wir die Verbindung zum Vater. Wenn wir mit dem im Fleisch gekommenen und immer wieder im Fleisch zu uns kommenden Jesus (in der Eucharistie) verbunden bleiben, dann wirkt der Heilige Geist in uns, dann hören wir in unserem Herzen die Stimme Jesu und werden vom Heiligen Geist geleitet, dann sind wir Schüler Gottes, dann macht der Geist uns lebendig.

 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

 

Im Johannesbrief heißt es: „Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn viele falsche Propheten sind hinausgegangen in die Welt.

Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Ein jeder Geist, der bekennt, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde, und er ist jetzt schon in der Welt." (1 Joh 4,1-3) Hier sehen wir deutlich, wie der Antichrist uns davon abbringen will, dass Jesus im Fleisch gekommen ist, und ich würde es auf unsere heutige Zeit so interpretieren: Er will auch, dass wir Jesus nicht im Fleisch verehren. Er leugnet, dass Gott heute noch Wunder wirken kann im Fleisch (z.B. Heilungen), er will die Eucharistie abschaffen, man soll nur noch an ein höheres Wesen glauben, an eine geistige Energie usw. Deutlich wird es, wenn wir erkennen: Er will uns abhalten vom regelmäßigen Feiern der Eucharistie. Er hasst es, dass Jesus im Fleisch zu uns kommt.

 

Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.

 

Also tun wir das Gegenteil! Feiern wir häufig die Eucharistie, bringen wir Jesus in die Welt, in die materielle Welt, in das Fleisch! Und wenn wir die Kommunion empfangen, dann bringen wir ihn in unser Fleisch, dann kommt er wieder ins Fleisch, in die reale Welt, und so kann er die Welt erobern!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du ins Fleisch kommst. Du bleibst nicht im Himmel, du lässt uns nicht allein. Du kommst zu uns, du kommst in uns hinein durch die Eucharistie. Wir bekennen das und wir feiern es immer wieder zu deinem Gedächtnis, wie du es uns aufgetragen hast.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Die Wandlung in der Heiligen Messe, wird für mich - durch Jesus -  selbst durchgeführt. ( es ist zwar der Priester...)   Jedoch ist ER es - also Jesus, der durch die Göttliche Kraft, seinen Heiligen Geist hineinströmen lässt in Brot und Wein...wodurch dies sich wandelt in seine REALE PRÄSENZ  in SEINEN  Heiligen Leib  und  in SEIN HEILIGES BLUT.

    JESUS lass einen jeden Menschen der die hl.Messe besucht, und daran "teilnimmt" DEINE REALE GEGENWART" spüren

    Jesus, auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria,erbitte ich die Gnade der Beharrlichkeit im Glauben....

    Denn in Joh.6,63 steht geschrieben:
    Der Geist ist's, der da lebendig macht; ....

    Amen

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