Freitag, 5. April 2019

Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht. (Joh 7,28)

04 Woche der Fastenzeit    Freitag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 7,1-2.10.25-30

In jener Zeit zog Jesus in Galiläa umher; denn er wollte sich nicht in Judäa aufhalten, weil die Juden darauf aus waren, ihn zu töten. 

Das Laubhüttenfest der Juden war nahe. 

Als aber seine Brüder zum Fest hinaufgegangen waren, zog auch er hinauf, jedoch nicht öffentlich, sondern heimlich. 

Da sagten einige Leute aus Jerusalem: Ist das nicht der, den sie töten wollen? 

Und doch redet er in aller Öffentlichkeit, und man lässt ihn gewähren. Sollte der Hohe Rat wirklich erkannt haben, dass er der Messias ist? 

Aber von dem hier wissen wir, woher er stammt; wenn jedoch der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt. 

Während Jesus im Tempel lehrte, rief er: Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht. 

Ich kenne ihn, weil ich von ihm komme und weil er mich gesandt hat. 

Da wollten sie ihn festnehmen; aber keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.  (Joh 7,28)

 

Im Johannesevangelium werden scheinbar alle Argumente behandelt, die die Leute vorgebracht haben, die die Gottheit Jesu anzweifelten. Hier sind es nicht die Pharisäer, sondern andere Leute, die gegen ihn sprechen. Sie sagen, dass der Messias irgendwie vom Himmel kommen müsse, sozusagen aus dem Nichts. Jesus aber sei bekannt, man kennt seine Familie, seine Herkunft, also könne er nicht der Messias sein. Und wiederum entlarvt Jesus die Haltung seiner Gegner, indem er feststellt, dass sie Gott gar nicht kennen, sie habe keine persönliche Beziehung zu Gott, und daher können sie in ihrem Herzen nicht erkennen, wie sehr Gott Jesus bezeugt. Wenn man keinen Bezug zu Gott hat, dann kann Gott nur schwer das Herz eines Menschen erreichen.

 

Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.

 

Wir müssen also aufpassen mit vorschnellen natürlichen Erklärungen. Manches sieht auf den ersten Blick sehr klar aus. Aber Jesus will, dass wir die Dinge geistlich beurteilen. Wir müssen auf den Heiligen Geist in uns hören. Und im Heiligen Geist betrachtet, stellen sich Dinge manchmal ganz anders dar. Natürlich betrachtet wäre Jesus der Sohn Josefs, man kennt ihn, und dann wäre man ganz schnell fertig mit ihm. Aber übernatürlich betrachtet ist er der Sohn Gottes, der Messias, der in die Welt kommen soll. Haben wir immer die übernatürliche Sichtweise?

 

Ihr kennt mich und wisst, woher ich bin; aber ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit. Ihr kennt ihn nur nicht.

 

Wir können uns für heute vornehmen, tiefer zu blicken, die übernatürliche Sichtweise im Heiligen Geist anzunehmen. Das kann nur im tiefen inneren Dialog mit Gott geschehen. Man muss Jesus fragen: „Was willst du mir damit sagen? Was bedeutet diese oder jede Situation für mich aus deiner Sicht?" Es wäre auch schön, wenn wir das Wirken des Heiligen Geistes in anderen Menschen erkennen könnten, denen wir gerade begegnen. Dann könnten wir mit diesem Wirken des Heiligen Geistes kooperieren, z.B. für das beten, was der Geist gerade in ihnen wirken will. Aber vor allem sollen wir das Wirken des Heiligen Geistes in uns erkennen, damit wir voll und ganz damit kooperieren und so ganz im Willen Gottes leben können.

 

Gebet:

Jesus, bewahre mich davor, nur irdisch zu denken, Dinge nur irdisch zu beurteilen. Hilf mir, dass ich immer deine Sichtweise annehme. Dazu will ich oft mit dir reden. Ich will den Heiligen Geist anrufen. Hilf mir, dass ich den ganzen Tag hindurch alle Dinge mit deinen Augen betrachte.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

  

 

 







Roland Bohnen
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