Freitag, 22. März 2019

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern. (Mt 21,34)

02 Woche der Fastenzeit      Freitag          

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 21,33-43.45-46

In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohenpriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen. 

Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, einen dritten steinigten sie. 

Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erstemal; mit ihnen machten sie es genauso. 

Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. 

Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn töten, damit wir seinen Besitz erben. 

Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. 

Wenn nun der Besitzer des Weinbergs kommt: Was wird er mit solchen Winzern tun? 

Sie sagten zu ihm: Er wird diesen bösen Menschen ein böses Ende bereiten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. 

Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; das hat der Herr vollbracht, vor unseren Augen geschah dieses Wunder? 

Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die erwarteten Früchte bringt. 

Als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, merkten sie, dass er von ihnen sprach. 

Sie hätten ihn gern verhaften lassen; aber sie fürchteten sich vor den Leuten, weil alle ihn für einen Propheten hielten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern.  (Mt 21,34)

 

Gott schickt seine Knechte zu uns. Das sind Menschen, die erhoffen, dass sie die Früchte unserer Liebe empfangen können. Aber wie behandeln wir die Menschen, die Gott zu uns schickt? Haben wir uns für sie geöffnet? Haben wir auf sie gehört? Manchmal beten wir für einen Freund oder Familienangehörigen, der auf uns nicht hört. Ich bete dann oft, dass Gott ihm Menschen über den Weg schickt, die ihm helfen. Aber auch wenn das dann geschieht, ist es noch nicht sicher, ob er auf diese Boten Gottes hört oder nicht.

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern.

 

Ich bin auch Bote Gottes für andere. Mir geht es auch so, wie Jesus es beschreibt. Nicht immer hören die Menschen auf mich, manchmal verschließen sie sich. Eine wichtige Strategie des Teufels ist die Vereinzelung. Der Teufel gibt uns ein, dass wir allein sein wollen, uns absondern von den Brüdern. Wenn wir dann allein sind, kann er uns leichter zur Sünde verführen. Gott dagegen sendet uns Menschen, die uns helfen sollen, uns für ihn zu öffnen. In der Gemeinschaft mit den Menschen sollen wir unseren Weg mit Gott besser finden. Die Gemeinschaft soll uns Kraft geben. Dann hat der Versucher keine große Chance mehr. Wir müssen achtgeben, dass wir die Menschen, die Gott zu uns schickt, nicht von uns weisen. Wir brauchen diese Gemeinschaft, auch wenn der Teufel uns hundert Argumente eingibt, warum wir lieber allein sein wollen.

 

Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern.

 

Danken wir Gott heute für die Menschen, die er uns sendet! Achten wir darauf, wo wir uns in falscher Weise ins Alleinsein flüchten! (Damit sage ich nichts gegen Zeiten der Einsamkeit und des stillen Gebets.) Nehmen wir die Hilfe und den Rat an von Menschen, die Gott an unsere Seite gestellt hat!

 

Gebet:

Jesus, danke für alle Menschen, die du zu uns sendest. Du stellst mir Menschen an die Seite, die ich annehmen und nicht ablehnen soll. Hilf mir, dass ich mich nicht in mein Schneckenhaus flüchte, sondern offen bin. Lass mich erkennen, wann es gut ist, Zeit allein im persönlichen Gebet zu verbringen, und wann ich mich für die Gemeinschaft mit anderen öffnen soll.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, du sagst,
    "Hört noch ein anderes Gleichnis....":

    Ich frage mich:
    - fühle ich mich von DIR o Gott, durch DEIN WORT wirklich beschenkt?
    - und freue ich mich an meinem Leben?
    - danke ich DIR auch genügend, für mein Leben?

    Jesus, DU erzählst mir von Leuten, die sich so verhalten, als würde der Weinberg ihnen gehören, als wären sie Eigentümer ...


    Jesus bewahre mich vor solche Denkweise!! Denn solches Denken verführt mich zum Egoismus, zur Sünde des Hochmutes ... uvm.
    Ja,ein solches Denken verführt mich sogar zum morden...in Ganken, Worten und in meinen Handlungen.

    Jesus ich bitte DICH um ein starkes Bewusstsein in meinem Herzen,
    dass ich alles im Leben nur aus deiner väterlichen Hand erhalte.

    Ohne DICH bin ich nichts,
    DU MEIN GOTT bist alles,
    VATER,ich liebe DICH-JESUS

    Amen

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