Dienstag, 23. Oktober 2018

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! (Lk 12,37)

29 Woche im Jahreskreis     Dienstag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,35-38

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen! 

Seid wie Menschen, die auf die Rückkehr ihres Herrn warten, der auf einer Hochzeit ist, und die ihm öffnen, sobald er kommt und anklopft. 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. 

Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach - selig sind sie.

 

 

Tagesimpuls:

 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt!  (Lk 12,37)

 

Jesus möchte, dass unser Glaube lebendig ist. Ich denke, die meisten von uns kennen beides: den wachen, lebendigen Glauben, aber auch das Lau-Werden, die Routine, das Abstumpfen des Glaubens. Dann befolgen wir Gebote und Riten, weil es Tradition ist, aber der Funke in uns ist erloschen. Wir brennen nicht mehr für Jesus. Das Übernatürliche scheint aus unserem Leben verschwunden zu sein.

 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! 

 

Keiner, der einmal einen frischen, lebendigen Glauben erlebt hat, findet die Lauheit gut. Man erlebt solche Phasen als Dunkelheit, als Trockenheit, und man sehnt sich nach der Lebendigkeit des Glaubens zurück, die man einmal erlebt hat. Es kann sein, dass Gott Phasen in unserem Leben zulässt, in denen nicht so viel offensichtlich Übernatürliches geschieht. Das kann vorkommen, weil Gott uns dadurch Zeit schenken will, unsere normalen Aufgaben gut zu erledigen. Wir haben ja viele Aufgaben, die wir zu erledigen haben, und dafür brauchen wir auch Zeit. Aber auch dann, wenn keine außergewöhnlichen übernatürlichen Dinge geschehen, soll unser Glaube lebendig bleiben, sollen wir wachsam sein und nicht lau.

 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! 

 

Wir müssen uns prüfen, ob wir genügend beten, genügend in der Bibel lesen, genügend Kontakt pflegen zu Menschen und Orten, wo das Feuer des Glaubens hell brennt. Oder wir müssen vielleicht mal wieder ein gutes Buch lesen, um einen neuen Ansporn zu bekommen. Es kann auch sein, dass wir eine wichtige Entscheidung treffen müssen, die wir vor uns herschieben. Und solange wir uns nicht für das Gute entscheiden, bleiben wir in der Lauheit. Prüfen wir uns, warum das Feuer erloschen ist! Das Feuer des Glaubens will genährt werden. Die Sehnsucht nach einem wachen und lebendigen Glauben, die Gott in unser Herz gelegt hat, ist sehr wichtig. Folgen wir dieser Sehnsucht, und bemühen wir uns, dass das Feuer immer in uns brennt.

 

Gebet:

Jesus, ich sehne mich nach dem lebendigen Glauben, nach der Wachsamkeit, dass ich dich immer lebendig erlebe, dass du mir immer nah bist. Hilf mir, mein Leben dir hinzugeben. Hilf mir, zu siegen im Kampf gegen die Ablenkungen. Hilf mir, die richtigen Entscheidungen zu treffen, damit ich mich nicht von dir entferne. Lass das Feuer in mir brennen!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Jesus, DU sagst: Legt euren Gürtel nicht ab, und lasst eure Lampen brennen!
    - das bedeutet, Ich muss darauf vorbereitet sein, wenn DU kommst.

    Den Zeitpunkt deines Kommen weiß ich nicht...
    Doch das was ich weiß,ist:
    ■ dass was uns immer wieder deine Mutter, unsere Gottesmutter sagt...Liebe Kinder,Heute lade ich euch alle ein,daß ihr euch für Gott entscheidet...betet,betet,betet

    JA, ich freue mich auf die Begegnung mit dir, in der Hl.Messe und der eucharistischen Anbetung

    Jesus, schenke mir die Kraft, immer wieder den Gürtel des Gebetes anzulegen, damit ich für DEIN Kommen bereit bin. Amen

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