Montag, 22. Oktober 2018

Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? (Lk 12,20)

29 Woche im Jahreskreis     Montag

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,13-21

In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus: Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen. 

Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Schlichter bei euch gemacht? 

Dann sagte er zu den Leuten: Gebt acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier. Denn der Sinn des Lebens besteht nicht darin, dass ein Mensch aufgrund seines großen Vermögens im Überfluss lebt. 

Und er erzählte ihnen folgendes Beispiel: Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte. 

Da überlegte er hin und her: Was soll ich tun? Ich weiß nicht, wo ich meine Ernte unterbringen soll. 

Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen. 

Dann kann ich zu mir selber sagen: Nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Ruh dich aus, iss und trink, und freu dich des Lebens! 

Da sprach Gott zu ihm: Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast? 

So geht es jedem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber vor Gott nicht reich ist.

 

 

Tagesimpuls:

 

Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?  (Lk 12,20)

 

Jesus sagt: „Du Narr!" Das heißt, dass es dumm ist, hier in diesem Leben Schätzen anzusammeln. Neben den negativen Auswirkungen auf das eigene Leben hat es ja auch noch eine ethische Dimension. Das Speichern von Getreide treibt den Preis hoch und führt zu Hunger bei den Armen. Papst Franziskus sagte auch, das Getreide nicht zum Spekulationsobjekt gemacht werden darf.

 

Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?  

 

Die Habsucht ist eine der sieben Hauptsünden. Das heißt, dass besonders hochrangige Dämonen dahinter stehen. Da Wort Sucht lässt es schon erkennen. Es ist eine Sucht, die immer mehr haben will. Mit eigener Kraft kann der Mensch den Teufelskreis gar nicht mehr durchbrechen. Das geht nur mit einer großen Gnade, da braucht man übernatürliche Befreiung.

 

Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?  

 

Jesus formuliert es sehr geschickt: „Wird man dein Leben von dir zurückfordern". Wieso „man"? Nicht Gott? Vielleicht will Jesus andeuten: Nein, es ist nicht Gott, es ist der Teufel, dem du dein Leben geschenkt hast, indem du die Habsucht in dir so groß werden ließest. Und nun will er es haben.

 

Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern. Wem wird dann all das gehören, was du angehäuft hast?  

 

Achten wir darauf, dass wir nicht der Habsucht verfallen! Leben wir großzügig! Nutzen wir unsere materiellen Mittel, um Liebe in die Welt zu bringen! Suchen wir täglich nach kleinen Gelegenheiten, wo wir schenken können. Dann wird die Liebe Gottes in uns wohnen und durch uns fließen.

 

Gebet:

Jesus, bewahre mich vor der Habsucht. Bitte zeige mir, wo sie im Kleinen schon beginnt. Hilf mir, immer großzügig zu sein und zu schenken. Schenke mir Freude am Geben!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 







Roland Bohnen
Pfarrer-Kreins-Str. 2
52538 Selfkant Süsterseel 
Telefon 02456 - 3627    
Fax 02456 - 3019


1 Kommentar:

  1. Herr unser Gott, mach unsere Herzen weit offen. Lass uns erkennen, dass aller Besitz und Reichtum,alles Tun und Können,aus DEINER GÖTTLICHKEIT kommt. Du schenkst uns dies alles ...und viel mehr, und machst uns so zum Verwalter deiner Güter. Mach uns bereit den Bedürftigen und allen in NOT geratenen Menschen, an unserem "Reichtum und Überfluss" teilhaben zu lassen. Amen

    .... Herr DEIN WILLE geschehe...

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