Mittwoch, 12. September 2018

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen. (Lk 6,22)

23 Woche im Jahreskreis     Mittwoch

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 6,20-26.

In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. 

Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet satt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. 

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen, wenn sie euch beschimpfen und euch in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. 

Freut euch und jauchzt an jenem Tag; euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht. 

Aber weh euch, die ihr reich seid; denn ihr habt keinen Trost mehr zu erwarten. 

Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. 

Weh euch, wenn euch alle Menschen loben; denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht.

 

 

Tagesimpuls:

 

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen.  (Lk 6,22)

 

Wir müssen beginnen, auch für die Schicksalsschläge, ja für alles Negative zu danken. Es klingt absurd, aber Jesus hat Recht. Denn genau die Schicksalsschläge, genau die Erfahrungen, wo Menschen uns verletzen, bringen uns näher zu Gott, werfen uns in die Arme Gottes. Lieblosigkeiten sind nie gut zu heißen. Aber wenn sie geschehen, sind es Gelegenheiten, dass wir uns noch mehr in die Arme Gottes werfen können. „Werft alle eure Sorgen auf Gott!" schreibt der Heilige Petrus (1 Petr 5,7). Wir dürfen und sollen für die Sorgen und für das Negative danken, weil das uns alles näher zu Gott bringt.

 

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen.

 

Wir nehmen Anteil am Kreuz Jesu Christi. Durch das Böse, was man Jesus angetan hat, werden wir erlöst, fließt Gnade in die Welt. Alles Negative, wenn es an Jesu Kreuz gebracht wird, wird zu einer Quelle der Gnade. Für uns Christen wird also alles zur Quelle der Gnade, unser ganzes Leben. Das Positive sowieso, dafür können wir ganz leicht danken, aber auch das Negative. Deswegen sagt man auch: Es gibt keine guten oder schlechten Tage. Es gibt nur Tage mit Jesus oder ohne Jesus.

 

Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und aus ihrer Gemeinschaft ausschließen.

 

Beginnen wir also damit für alles zu danken, auch für das Böse, für das Negative, auch für die Schicksalsschläge.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für alles, ganz besonders heute für alles Schmerzliche, was ich in meinem Leben erfahren musste. Dort, wo mich meine Eltern zu wenig geliebt haben, will ich ihnen alles verzeihen. Ich danke dir, denn du schenkst mir alles, du gleichst alles aus, was mir an menschlicher Liebe gemangelt hat. Für alles, wo Menschen mich im Stich gelassen haben, danke ich dir, denn du füllst die Leere in mir, du hilfst mir, wo andere mir ihre Hilfe versagt haben. Wo Menschen mich verlassen haben, aus welchen Gründen auch immer, auch durch den Tod, da danke ich dir, denn du bist mein Schatz geworden, mein Ein und Alles.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

1 Kommentar:

  1. Ja...sowas ist leicht gesagt, für jemanden der "im GLauben lebt"

    Doch als mich mein "Tages-Kreuz der Enttäuschung" begegnete..war ich in den ersten Stunden und Tagen voller innerlicher "Getriebenheit in Form von • Unausgeglichenheit • Unverständnis • Wut...

    Jedoch durfte ich durch viele Priestergespräche, viele Beichten und auch einige Jahre...Gespräche mit Psychologen...erfahren,was es heißt, zu vergeben,zu vergessen und zu verzeihen.

    Jetzt komme ich noch einmal auf den Anfang ... der "im GLauben lebt" zurück.

    Eines kann ich sagen....nur der wahre Glaube an Jesus Christus, und der Gottesmutter...retten dich aus jeder Not.

    Amen

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