Freitag, 26. Januar 2018

Seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war. (Mk 4,34)

03 Woche im Jahreskreis – Freitag

 

EVANGELIUM

Mk 4, 26-34

 

In jener Zeit sprach Jesus:

26Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;

27dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie.

28Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.

29Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

30Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?

31Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät.

32Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

33Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.

34Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

 

 

Tagesimpuls:

 

Seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.  (Mk 4,34)

 

Wieder geht es um das Allein-Sein mit Jesus. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, dass wir uns von Jesus das Wort Gottes erklären lassen. Jetzt haben wir uns die Zeit genommen, mit ihm allein zu sein. Wir wollen sein Wort betrachten, wir wollen auf ihn hören. Wir beten zum Heiligen Geist, damit er uns das Wort Gottes ganz genau erklären möge.

 

Seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

 

„Die Erde bringt von selbst ihre Frucht," ist der Satz, der mir ins Auge fällt. Wir sagen manchmal: „Ich muss noch an mir arbeiten." Aber Jesus sagt, dass das Wichtigste von selbst geschieht. Unsere „Arbeit" besteht also im Wesentlichen darin, dass wir mit Jesus in Berührung bleiben, damit das Reich Gottes in uns wachsen kann. Das Reich Gottes wird Früchte bringen. Die Früchte sind Liebe, Friede, Freude, Geduld, Selbstbeherrschung, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut usw. (vgl. Gal 5,22). Diese Früchte wachsen in uns, wenn wir mit Jesus in Verbindung bleiben, von selbst!

 

Seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

 

Was ist gemeint, wenn jemand sagt: „Ich muss an mir arbeiten"? Ist das falsch? Soll man das nicht? Ich glaube nicht, dass es falsch ist. Aber unsere primäre Energie soll darauf gerichtet sein, dass wir täglich mit Jesus in Verbindung bleiben. Dann gibt es täglich Momente, wo wir vor die Entscheidung gestellt sind, wo wir mit dem Heiligen Geist kooperieren können oder nicht. Wir sollen uns bemühen, das Gute zu tun, die richtigen Entscheidungen zu treffen, dem Wachstum der Früchte nicht im Weg zu stehen. Wie könnte es richtig sein, wenn ein Christ z.B. völlig rücksichtslos handelt und dann sagt: „Ich warte mal, bis die Früchte des Geistes in mir wachsen, und wenn das geschehen ist, dann werde ich liebevoll handeln." Wir sollen uns immer um die Liebe bemühen. Und zugleich erleben wir, dass in uns etwas Gutes wächst, was Gott bewirkt, was weit über das hinausgeht, was wir selber hätten machen können.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns das Evangelium erklärst, wenn wir mit dir allein sind. Ich danke dir, dass wir jeden Morgen mit dir über das Wort Gottes nachdenken können. Ich danke dir, dass das Wort in uns Früchte hervorbringt, die wir nicht machen können. Ich will mich aber zugleich auch immer bemühen, mit deinem Heiligen Geist zu kooperieren und gut zu leben. Danke, Heiliger Geist, dass du mich erfüllst, dass du mir Leben schenkst, dass du mir Liebe schenkst.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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