Montag, 8. Januar 2018

Kommt her, folgt mir nach! (Mk 1,17)

01 Woche im Jahreskreis – Montag

 

EVANGELIUM

Mk 1, 14-20

 

14Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes

15und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

16Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.

17Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

18Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

19Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.

20Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

 

 

Tagesimpuls:

 

Kommt her, folgt mir nach!  (Mk 1,17)

 

Jesus hat Menschen gezielt angesprochen. Er hat auch für die große Menge gepredigt. Das sind zwei unterschiedliche Vorgehensweisen. Wir bezeugen vielfach den Glauben für eine große Menge von Menschen, die uns wahrnimmt. Da bekommen wir wenig Resonanz. Wir wissen nicht, was wir beim einzelnen durch unser Verhalten bewirken. Und wenn Menschen sogar negativ auf unseren christlichen Glauben reagieren, dann können wir uns wenigstens damit trösten, dass wir bei ihnen etwas ausgelöst haben. Dann ist unser Zeugnis angekommen, auch wenn die anderen nicht so reagieren wie es richtig wäre.

 

Kommt her, folgt mir nach!

 

Dann aber gibt es das gezielte Ansprechen von einzelnen Personen. Hier bekommen wir Resonanz, hier geschieht Evangelisation, ja sogar Berufung. Wenn wir uns auf dieser Ebene befinden, dann ist es meiner Erfahrung nach immer so, dass wir im anderen spüren, wie Jesus ihn gerade anspricht, während wir mit ihm reden. Wir arbeiten da nie allein. Deswegen wird Evangelisation von Jesus mit Ernten verglichen (vgl. Joh 4,35). Da ist im anderen schon etwas gewachsen. Evangelisieren heißt also, die Menschen ausfindig zu machen, die Jesus ruft, und die weiter begleiten und in die Tiefe führen. Wir müssen nicht Menschen drängen oder überreden. Wenn wir Mühe aufwenden, dann ist das im Gebet, in der Fürbitte. Aber wenn Gott ruft, dann müssen wir den anderen nicht mühevoll überzeugen, dann ist es vielmehr wichtig, dass wir zur Stelle sind und dass wir Angebote machen, zu denen wir einladen können.

 

Kommt her, folgt mir nach!

 

Viele Menschen beten seit Jahren für eine Neuevangelisierung. Ich glaube, dass die Zeit der Ernte kommt, und eigentlich schon da ist. Ich glaube, dass Gott uns schon jetzt Menschen schickt. Lassen wir Gruppen entstehen, in denen die Menschen aufgefangen werden, in denen Berufungen gefördert werden, wo Menschen begleitet werden, die Gott ruft. Und parallel dazu sollen wir weiter unseren Glauben auch an die große Menge bezeugen, auch wenn wir dort nicht so oft eine positive Resonanz erhalten.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du heute schon Menschen rufst, dass du unsere Gebete um Neuevangelisierung und geistliche Erneuerung erhörst. Hilf uns, in Kontakt zu kommen mit den Menschen, die du jetzt rufen willst. Hilf uns, kreativ zu sein und Angebote zu machen, wo suchende Menschen zusammenkommen und beten lernen können. Ja, hilf uns neue Wege zu beschreiten, wie wir Menschen ansprechen können, vielleicht durch die Tageszeitung, vielleicht durch Hinweise im Internet, oder wie auch immer du uns führen willst. Lass uns im Jahr 2018 wenigstens einige Menschen neu in deine Nachfolge rufen!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

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