Mittwoch, 10. Januar 2018

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk 1,35)

01 Woche im Jahreskreis – Mittwoch

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 1,29-39.

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie,
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr, und sie sorgte für sie.
Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt,
und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wussten, wer er war.
In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.
Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen.
Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

 

Tagesimpuls:

 

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. (Mk 1,35)

 

Auch heute sehen wir wieder den Zusammenhang zwischen der Vollmacht und dem Gebet. Einerseits wird beschrieben, mit welch großer Vollmacht Jesus heilt und befreit. So viele Menschen kommen zu ihm und finden Hilfe! Und wenn sich jemand fragt, woher Jesus diese Kraft bekommt, wie das möglich ist, dann erhalten wir gleich im selben Evangelium die Antwort. Er nimmt sich viel Zeit zum Gebet. Er betet in aller Frühe, wenn die anderen noch schlafen, wenn er ungestört ist. Daher kommt im Deutschen das Sprichwort: Morgenstund hat Gold im Mund.

 

In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.

 

Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Für die Evangelisierung brauchen wir Kraft. Wenn wir nur reden, dann überzeugen wir kaum jemanden. Die Menschen müssen die Kraft Gottes erfahren. Und die Kraft bekommen wir, wenn wir viel beten. Und der Teufel weiß das. Daher versucht er uns vom Gebet abzuhalten mit allen Tricks, die ihm einfallen. Er bemüht sich darum, dass wir viel Stress haben und möglichst wenig Zeit zum Gebet finden. Und wenn wir dann Zeit gefunden haben, dann macht er, dass wir ganz müde sind, damit es uns möglichst nicht gelingt, auf Gott zu hören. Aber trotzdem, besser man ist müde beim Beten als man betet gar nicht. Allein die Zeit bei Gott zu verbringen, ist sehr viel wert. Natürlich ist es dann besser, wenn es uns gelingt, auch im Gebet auf Gott zu hören, in die Beziehung mit ihm einzutreten. Aber unsere Gebete sind nicht immer so vollkommen. Am wichtigsten ist es, dass wir den Rhythmus finden, dass das Gebet einen festen Platz in unserem Tagesablauf bekommt, so wie wir es hier bei Jesus sehen.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir sehr für dein Vorbild. Ich bin davon überzeugt, dass du willst, dass auch wir in der Kraft Gottes leben, um der Menschen willen, um der Evangelisation willen. Hilf uns, dass wir uns nicht vom Teufel hinters Licht führen lassen. Ihm soll es nicht gelingen, uns die Zeit zu stehlen zum Gebet. Lass uns dein Vorbild nachahmen und die Stille suchen, wo uns niemand stören kann!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 

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