Freitag, 15. Dezember 2017

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. (Mt 11,17)

02 Woche im Advent  – Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 11,16-19.

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie gleicht Kindern, die auf dem Marktplatz sitzen und anderen Kindern zurufen:
Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.
Johannes ist gekommen, er isst nicht und trinkt nicht, und sie sagen: Er ist von einem Dämon besessen.
Der Menschensohn ist gekommen, er isst und trinkt; darauf sagen sie: Dieser Fresser und Säufer, dieser Freund der Zöllner und Sünder! Und doch hat die Weisheit durch die Taten, die sie bewirkt hat, recht bekommen.

 

Tagesimpuls:

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen. (Mt 11,17)

 

Gott teilt unser Leid und unsere Freude. Er will an allem teilhaben, was wir erleben. Freude und Leid dürfen wir mit ihm teilen, er hat immer ein offenes Ohr und ein offenes Herz für uns. Gott bedient sich dazu auch anderer Menschen, er hat seine Boten. Diese Boten (das sind wir Christen) haben unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Talente, unterschiedliche Berufungen. Da gibt es Menschen, die gleichen dem Johannes dem Täufer, die sind eher streng und radikal. Da gibt es Menschen, die sind fröhlich, fast weltlich, feiern gerne, machen alles mit, so wie Jesus. Die einen besuchen gerne die Kranken und teilen das Leid, die anderen besuchen die Feste (das wird von Priestern viel verlangt) und teilen die Freude. Auf diese Weise sorgt Gott dafür, dass seine Boten in allen Lebenssituationen präsent sind.

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

 

Nun kann man alle Kranken besuchen oder alle Feste mit feiern, ob die Menschen sich für Gott öffnen oder nicht, das steht auf einem anderen Blatt. Jesus sieht klar, dass die Menschen sich nicht öffnen. Es muss erst etwas anderes geschehen, sein Tod am Kreuz. Er muss erst den Teufel und die Dämonen besiegen, die die Menschen daran hindern, sich für Gott zu öffnen. Die Parallele für uns heute wäre das Fasten und das fürbittende Gebet. Die Boten Gottes können wunderbar arbeiten, aber wir brauchen zusätzlich und grundlegend für alles die Fürbitte, in der die Macht des Bösen besiegt wird. Wir sehen aber deutlich: Das beinhaltet auch die Teilnahme an seinem Leiden, also unser Opfer, das uns mit dem Opfer Jesu verbindet. Die wahren Siege werden also im Hintergrund errungen, und dann dürfen die Boten Gottes erleben, wie Herzen sich öffnen. Dann nehmen wir Boten teil an Freude und Leid der Menschen, und die Menschen wenden sich Gott zu. Das ist ideal, und es geschieht, dort wo im Hintergrund gebetet wird.

 

Wir haben für euch auf der Flöte Hochzeitslieder gespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben Klagelieder gesungen, und ihr habt euch nicht an die Brust geschlagen.

 

Nun müssen wir aber keine Angst haben, wie viel wir leiden müssten. Wir dürfen die Messe feiern. In der Messe verbinden wir unser Leben und das aller Menschen mit dem Geheimnis von Jesu Tod und Auferstehung. In der Messe wird die Kraft seines Leidens auf alle Menschen angewendet, besonders auf die, für die wir beten. Die Früchte des Kreuzesopfers Jesu können wir auf diese Weise den Menschen schenken. Die Feier der Messe ist die stärkste Form, im Hintergrund für alle Menschen zu beten und zu opfern, damit unsere Evangelisation fruchtbar werden kann.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du den Sieg errungen hast über die bösen Geister. Du hasst alle Mächte besiegt, die die Menschen hindern, sich dir zuzuwenden. Wir können die Früchte deines Kreuzesopfers empfangen für uns und alle Menschen, vor allem dann, wenn wir Messe feiern und so teilnehmen an deinem Tod und deiner Auferstehung. Bitte mache das Wirken der Glaubensboten fruchtbar, wenn sie Freude und Leid mit den Menschen teilen. Gib, dass sich viele Herzen dir zuwenden.

 

 

Pastor Roland Bohnen

www.tagesimpuls.org

 

 

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen