Freitag, 1. Dezember 2017

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. (Lk 21,33)

34 Woche im Jahreskreis – Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 21,29-33.

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

Tagesimpuls:

 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.  (Lk 21,33)

 

Das Wort Gottes ist Jesus. Jesus ist der ewige Gott. Durch das Wort Gottes sind wir mit dem ewigen Gott verbunden. Dadurch ist etwas in unserem Leben, das niemand erschüttern kann, dass uns niemand nehmen kann. Wir sind im ewigen Gott verankert durch das Wort Gottes. Sogar das Gericht kann uns nicht erschüttern. Hören wir, was Jesus sagt: „Amen, amen, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat das ewige Leben; er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod ins Leben hinübergegangen." (Joh 5,24) Nichts kann uns mehr von Jesus trennen, wenn wir in seinem Wort, d.h. in ihm verankert sind.

 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

Es ist wichtig, dass wir in den Wirren des Lebens, in dem großen Auf und Ab, fest verankert sind in Gott. Gestern z.B. sprachen wir in einer Priestergruppe über die Zukunft der Kirche. Vielen machte die derzeitige Situation große Sorgen. Mir selber geht es gar nicht so. Ich sehe viele gute Entwicklungen, erlebe, wie Menschen wieder zu Jesus zurückfinden. Aber selbst wenn ich das nicht sehen würde, ich spüre diese tiefe Verankerung in Gott, so dass ich mir gar nicht diese Sorgen machen kann. Ich glaube, dass Gott uns immer weiter führen will, und ich sehe nichts, wo vor ich Angst haben sollte.

 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

Vielleicht ist es für andere Menschen schwerer. Wenn z.B. ein Familienvater Angst um seinen Arbeitsplatz hat, dann ist es schon schwer, zu sagen: „Mich kann nichts erschüttern." Aber im Grunde sollte es genauso sein. Was auch immer kommt, Gott wird dann wissen wie es weiter geht, und wir können auf ihn vertrauen. Hinter jeder Tür, durch die wir gehen, wartet Jesus auf uns. Wenn wir im Wort Gottes verankert sind, dann sind wir mit dem Ewigen verbunden, und dann kann uns tatsächlich nichts mehr wirklich erschüttern, aus der Bahn werfen.

 

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

Ich kenne eine ältere Frau, die mit Begeisterung in einer kleinen Gruppe jeden Tag den Rosenkranz betet. Sie sprudelt geradezu vor Begeisterung. Sie ist wirklich hundertprozentig überzeugt. Und sie hat schon so viel Hilfe von Gott in ihrem Leben erfahren! Auch in schweren Schicksalsschlägen behält sie ihre innere Kraft. Für dieses Glaubenszeugnis bin ich dankbar. Ich bin froh und dankbar, zu erleben, wie Menschen tief in Gott verankert leben, und wie das ihrem Leben unerschütterlichen Halt gibt. Vielleicht wird einer stutzig, aber es ist wahr: Der Rosenkranz ist eine Weise, im Wort Gottes verankert zu bleiben, denn man betet im Rosenkranz immer das Wort Gottes!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die unerschütterliche Festigkeit, die du uns schenkst. Ich will in deinem Wort verankert bleiben, ich will das haben, was mir niemand nehmen kann. Ich will nicht erschüttert werden vom Auf und Ab des Lebens, sondern auch dann noch, wenn alles zusammenbricht, dann will ich in dir meinen ruhenden Pol haben. Danke, dass du mein Herz im Laufe des Lebens festigst. Danke, dass du mich schon heute verankerst in der Ewigkeit, dadurch, dass ich dein Wort festhalte.

 

 

Pastor Roland Bohnen 

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