Freitag, 8. Dezember 2017

Denn für Gott ist nichts unmöglich. (Lk 1,37)

HOCHFEST DER OHNE ERBSÜNDE EMPFANGENEN JUNGFRAU

UND GOTTESMUTTER MARIA

 

 

EVANGELIUM

Lk 1, 26-38

 

26In jener Zeit wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret

27zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria.

28Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.

29Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe.

30Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden.

31Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben.

32Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben.

33Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen, und seine Herrschaft wird kein Ende haben.

34Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?

35Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.

36Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat.

37Denn für Gott ist nichts unmöglich.

38Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

 

 

Tagesimpuls:

 

Denn für Gott ist nichts unmöglich.  (Lk 1,37)

 

Für Gott ist nichts unmöglich. Viele Christen, auch manche Theologen, glauben nicht an die Jungfräulichkeit Marias. Aber unser heutiges Evangelium macht ganz deutlich, dass es hier um das menschlich Unmögliche geht, das Gott dennoch möglich machen kann. Der Hauptgrund, warum wir an die Wunder glauben sollen, ist, dass wir genau dieses Vertrauen bekommen: Gott kann Dinge bewirken, die für uns unmöglich scheinen.

 

Denn für Gott ist nichts unmöglich.

 

Wenn wir so ein Gottvertrauen haben, dann haben wir in allen Situationen Hoffnung. Wenn z.B. einer schon seit Monaten krank ist, und man sich gar nicht vorstellen kann, dass er wieder gesund wird, dann gibt dieses Wort Hoffnung. Bei Gott ist nichts unmöglich. Die Ärzte machen zwar wenig Hoffnung, aber es gibt Hoffnung, weil Gott auch das Unmögliche möglich machen kann. Und das kann man übertragen auf alle Probleme der Welt. Es gibt kein Problem, wo nicht Gott einen Ausweg wüsste, auch wenn es menschlich gesehen keinen Ausweg gibt.

 

Denn für Gott ist nichts unmöglich.

 

Jeder Mensch steckt vielleicht an irgendeiner Stelle in einer Situation, wo er menschlich keine Lösung sieht. Oder wir kennen Menschen, bei denen es so ist. Können wir jetzt nicht dieses Evangelium auf diese Situationen „anwenden"? Sprechen wir dieses Wort Gottes in die Situation hinein! Lassen wir uns nicht täuschen oder den Mut nehmen durch menschliche Statistiken und Prognosen! Durch das Gebet können sich Dinge ändern, von denen wir es nicht erwartet hätten. Mit Gott können wir immer voller Hoffnung sein.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die Hoffnung, die du mir schenkst durch dein Wort. Ich denke jetzt auch an Dinge, wo ich keine Entwicklung sehe, an festgefahrene Situationen, an Menschen, bei denen es nicht weiter zu gehen scheint. Ich will die Hoffnung nicht aufgeben. Bei dir ist nichts unmöglich. Du kannst dort Lösungen schaffen, wo wir keine Lösungen sehen. Bitte hilf uns, dass wir immer an deine Wunder glauben, und dass wir damit auch anderen Menschen Hoffnung machen können.

 

 

Pastor Roland Bohnen

 

 

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