Mittwoch, 11. April 2018

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. (Joh 3,16)

02 Woche der Osterzeit  Mittwoch

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 3,16-21.

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.
Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat.
Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse.
Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden.
Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

 

Tagesimpuls:

 

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.  (Joh 3,16)

 

Wir fühlen uns verantwortlich für die Menschen in unserem Dorf, in unserer Stadt, in unserem Land. Wir möchten, dass sie Jesus kennenlernen. Wir glauben (zu Recht), dass unsere Welt immer kälter wird ohne Jesus. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, den Menschen Jesus zu bringen, damit mehr Liebe in die Welt kommt. Und zugleich leiden wir sehr darunter, dass unsere Botschaft nicht angenommen wird. Wie viel haben wir schon versucht, wie viele Angebote haben wir schon gemacht, aber die meisten Menschen scheinen abweisend, sie sehen nicht die Notwendigkeit, sich mehr Jesus zuzuwenden.

 

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

 

Wenn das unsere Erfahrung ist, dann kann es eine Erleichterung sein, zu hören, dass Gott noch viel mehr an den Menschen interessiert ist als wir. Gott will alle Menschen retten. Er hat alles gegeben, um die Menschen zu erlösen. Und wenn wir diese Liebe zu den Menschen in uns spüren, diese Sehnsucht, dass wir ihnen Christus bringen wollen, dann spüren wir damit die Liebe, die Gott zu ihnen hat. Gott gibt uns Anteil an seinem Herzen für die Menschen, wir spüren Gottes Gefühle, die er für die Menschen hat. Wir sind also mit unserer Sehnsucht nicht allein. Es ist sogar so: wir spüren die Sehnsucht, weil Gott sie schon vor uns viel mehr in sich hatte, und weil er uns Anteil an seiner Sehnsucht schenkt, dass alle Menschen gerettet werden.

 

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.

 

Ja, Gott will, dass alle Menschen gerettet werden. Nun frage ich mich: Tun wir noch zu wenig, um den Menschen die frohe Botschaft zu bringen? Oder liegt es eher daran, dass die Menschen nicht wollen? Sprechen wir die richtige Sprache? Laden wir genug ein? Oder hindert uns vielleicht irgendeine Angst? Manche sagen: Die Gesellschaft hat sich verändert, aber die Kirche hat sich nicht verändert. Die kirchlichen Strukturen sind im Grunde immer noch so wie vor sechzig Jahren. Daher schaffen wir es nicht, die Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Die Wege der Pastoral, die vor sechzig Jahren einmal gut waren (z.B. Kommunionunterricht, Firmunterricht) sind heute nicht mehr die Wege wie wir als missionarische Kirche das Evangelium nachhaltig zu den Menschen bringen können. Da ist sicher etwas dran, und wir müssen beten, dass der Heilige Geist uns die Wege zeigt, die wir heute gehen sollen. Aber im Hier und Jetzt gilt, dass wir niemals aufgeben wollen. Halten wir fest an der Sehnsucht Gottes! Wir wollen das Evangelium zu den Menschen bringen, damit alle gerettet werden. Lassen wir uns dabei nie entmutigen!

 

Gebet:

Jesus, du willst, dass die Menschen gerettet werden, und du schenkst uns dieselbe Sehnsucht, die du im Herzen hast. Wahrscheinlich ist es so, dass die Wege der Kirche in mancher Hinsicht festgefahren sind. Bitte hilf uns, zu erkennen, wie wir uns verhalten sollen, damit wir möglichst viele Menschen mit dem Evangelium erreichen. Bitte räume du die inneren Widerstände weg, die die Menschen hindern, sich dir mehr zuzuwenden. Lass uns eine missionarische Kirche werden und viele Menschen erreichen!

 

 

Pastor Roland Bohnen 

www.tagesimpuls.org

 

 

 







Roland Bohnen
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