Samstag, 1. Juli 2017

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. (Mt 10,38)

13 Sonntag im Jahreskreis

 

 

EVANGELIUM 

Mt 10, 37-42

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.

38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

39Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

40Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

41Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

42Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

 

 

Tagesimpuls:

 

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. (Mt 10,38)

 

Gestern habe ich betont, dass Jesus heilen will. Heute betont Jesus, dass wir ihm nachfolgen sollen auf dem Weg des Kreuzes. Nicht nur er hat freiwillig das Kreuz auf sich genommen, auch wir sollen ihm darin nachfolgen. Es besteht also offenbar kein Gegensatz zwischen diesen beiden Dingen. Wir sollen an seinen Heilswillen glauben, und zugleich sollen wir unser Kreuz annehmen. Gerade durch das Kreuz will Gott so viel Heil schenken!

 

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

 

Das Kreuz wurde nicht von Gott geschickt. Es ist das Werk des Teufels, dass der Sohn Gottes gekreuzigt wurde. Aber Jesus ist freiwillig in die Welt gekommen, um dieses Wirken des Bösen über sich ergehen zu lassen, um auf diese Weise die Macht des Bösen zu besiegen. Und genau darin sollen wir ihm nachfolgen. Wir sollen das Kreuz annehmen, auf uns nehmen, denn durch das Kreuz wird er Heil schenken. Gott wird alles in Heil verwandeln, aber das Kreuz ist der Durchgang, sozusagen die Tür, durch die wir gehen sollen.

 

Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

 

Lassen wir uns also heute von dieser Aufforderung Jesu ansprechen! Sagen wir freiwillig Ja zu jedem Kreuz, das auf uns zukommt: Immer, sofort und mit Freude! Ja, danken wir Gott für alles, besonders auch für das Leidvolle. Preisen wir ihn, denn wir wissen, es ist die Tür zum Heil, die Tür zur Erlösung, die Tür zu etwas sehr Gutem und Segensreichen, was Gott wirken will.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du alles gebrauchen kannst, vor allem das Leiden. Du kannst das Leiden in sehr großen Segen verwandeln. Ich will heute alles annehmen, was auf mich zukommt, auch wenn es das Wirken des Bösen ist. Ich will immer Ja sagen, weil ich weiß und glaube, dass du alles zum Segen werden lassen willst. Danke, dass du alles zum Guten führst bei denen, die dich lieben.

 

 

Pastor Roland Bohnen