Freitag, 7. Juli 2017

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. (Mt 9,12)

Heute Morgen gab es technische Probleme. Ich prüfe jetzt, ob der Impuls jetzt versendet wird. Ich bitte um Verständnis. 

Pastor Roland Bohnen 


13 Woche im Jahreskreis – Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 9,9-13.

In jener Zeit sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Matthäus auf und folgte ihm.
Und als Jesus in seinem Haus beim Essen war, kamen viele Zöllner und Sünder und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
Als die Pharisäer das sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
Er hörte es und sagte: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.
Darum lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.

 

Tagesimpuls:

 

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. (Mt 9,12)

 

Wir wollen Jesu Jünger sein und bemühen uns darum, dass unser Leben Christus ähnlich ist. Wir wollen so leben, wie Jesus es will, wie der Heilige Geist uns führt. Und doch sehen wir eine Diskrepanz in unserem Leben. Wir erkennen unsere Schwächen und Fehler. Manche machen es sich ein wenig leicht nach dem Motto: Nobody is perfect. Aber viele leiden auch unter dieser Diskrepanz. Man will als Christ leben, aber es gelingt nicht immer.

 

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

 

Hier fällt mir ein Satz ein, den Chiara Lubich einmal in einem Brief geschrieben hat: „ Um uns mit Jesus zu vereinen, gibt es nur ein einziges Mittel: Unsere Sünden. Wir müssen uns jeden anderen Gedanken aus dem Kopf schlagen und daran glauben, dass Jesus sich nur dann von uns angezogen fühlt, wenn wir ihm voll Demut, Vertrauen und Liebe unsere Sünden schenken. Wir haben nichts anderes anzubieten als unser Elend, unsere Sünden. Und er ist uns gegenüber nichts anderes als Barmherzigkeit." (Brief vom 3.10.46) – Ja, es scheint wirklich der einzige Weg zu sein, wie Chiara Lubich schon in sehr jungen Jahren erkannt hat. Wir zählen zu den Kranken, und wir dürfen uns zu ihnen zählen. Wenn wir das anerkennen, dann fühlt sich Jesus von uns angezogen, weil er als Arzt, als Heiland in die Welt gekommen ist.

 

Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken.

 

Lassen wir uns also durch unser Schwächen nicht entmutigen! Lassen wir unsere Schwächen genau zu dem werden, was uns mit Jesus verbindet, was uns mit ihm vereint! Schenken wir ihm unsere Schwachheit! Erlauben wir ihm, unser Arzt zu sein!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du mein Arzt bist. Du liebst es, meine Schwächen zu heilen. Für meine Sünden bist du in die Welt gekommen. Ja, ich will dir immer wieder meine Sünden schenken. Danke, dass genau das der Weg ist, auf dem du dich mit mir vereinigen willst. Ich bitte dich aber auch, dass du mich mehr und mehr reinigst, und dass mein Leben dem deinen immer mehr ähnlich wird.

 

 

Pastor Roland Bohnen