Freitag, 9. Juni 2017

Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu. (Mk 12,37)

09 Woche im Jahreskreis – Freitag

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 12,35-37.

Als Jesus im Tempel lehrte, sagte er: Wie können die Schriftgelehrten behaupten, der Messias sei der Sohn Davids?
Denn David hat, vom Heiligen Geist erfüllt, selbst gesagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich mir zur Rechten, und ich lege dir deine Feinde unter die Füße.
David selbst also nennt ihn Herr. Wie kann er dann Davids Sohn sein? Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.

 

Tagesimpuls:

 

Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.  (Mk 12,37)

 

Wenn wir wirklich das Evangelium leben und nicht mit dem Strom der Zeit schwimmen, dann erleben wir nicht nur Ablehnung. Wir erleben auch die Menschenmenge, die freudig zuhört. Meistens jedoch haben wir so viel Angst vor der möglichen Ablehnung, dass wir gar kein Risiko mehr eingehen und gar nicht mehr sprechen. Die Angst vor der Ablehnung wiegt schwer, weil wir die früheren negativen Erfahrungen mit Ablehnung noch nicht überwunden haben. Wir bekommen erst dann Mut, wenn wir mit uns selber im Reinen sind.

 

Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.

 

Daher müssen wir schauen, ob vergangene negative Erfahrungen mit Ablehnung uns noch weiterhin prägen. Wenn das so ist, dann müssen wir in diesem Bereich Heilung suchen, indem wir den Menschen verzeihen, von denen wir Ablehnung erfahren haben.  Wenn wir frei sind von Ängsten, dann können wir Zeugnis geben. Und dann werden wir immer wieder auch die große Menschenmenge erleben, die mit Freude zuhört.

 

Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.

 

Es gibt nämlich viele Menschen, die Gott schon vorbereitet hat auf das Hören der Verkündigung. Es braucht nur noch die Christen, die verkündigen. Dann sind diese Menschen sehr aufgeschlossen, weil sie innerlich schon vorbereitet sind. Ich ertappe mich dabei, dass ich teilweise noch an alten Vorurteilen hänge. Ich denke, dass man bestimmte Dinge nicht machen kann, weil man dann doch nur auf Ablehnung stößt. Aber inzwischen hat sich die Gesellschaft geändert. Ich darf nicht bei meinen Vorurteilen aus den Achtziger Jahren stehen bleiben. Gott hat seit dem viele Menschen in der Gesellschaft darauf vorbereitet, das Evangelium zu hören. Die langjährigen Gebete der Vielen um eine neue Evangelisierung sind erhört worden. Die Gesellschaft ist offener geworden für das Evangelium. Was in den Achtziger Jahren nicht möglich gewesen wäre, ist heute möglich.

 

Es war eine große Menschenmenge versammelt und hörte ihm mit Freude zu.

 

Haben wir also Mut, das Evangelium zu verkünden. Nur so können wir die Menschenmenge erreichen und erleben, dass sie zuhört.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass die Ablehnung nicht das alles beherrschende Thema ist, wenn man das Evangelium liest. Ich danke dir, dass du sehr viel Zustimmung erhalten hast. Hilf mir, meine Vorurteile zu überwinden. Ich will mutig dein Evangelium in der Gesellschaft verkünden. Und ich will dir glauben, dass du die Menschen vorbereitet hast. Lass mich erleben, wie die Menge mir, das heißt dir, freudig zuhört.

 

 

Pastor Roland Bohnen