Dienstag, 4. April 2017

Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. (Joh 8,28)

05 Woche der Fastenzeit – Dienstag

 

‪Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn ‪8,21-30.

‪In jener Zeit sprach Jesus zu den Pharisäern: Ich gehe fort, und ihr werdet mich suchen, und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.

‪Da sagten die Juden: Will er sich etwa umbringen? Warum sagt er sonst: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen?

‪Er sagte zu ihnen: Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt.

‪Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben.

‪Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete: Warum rede ich überhaupt noch mit euch?

‪Ich hätte noch viel über euch zu sagen und viel zu richten, aber er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit, und was ich von ihm gehört habe, das sage ich der Welt.

‪Sie verstanden nicht, dass er damit den Vater meinte.

‪Da sagte Jesus zu ihnen: Wenn ihr den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, dass Ich es bin. Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat.

‪Und er, der mich gesandt hat, ist bei mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich immer das tue, was ihm gefällt.

‪Als Jesus das sagte, kamen viele zum Glauben an ihn.

 

 

Tagesimpuls:

 

Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat. (Joh 8,28)

 

So, wie Jesus es beschrieben hat, so dürfen wir ihn erkennen. Wir dürfen erkennen, dass er vom Vater gekommen ist, dass der Vater ihn beglaubigt hat, dass er nur den Willen des Vaters tut. Jesus kommt nicht im eigenen Namen zu uns, sondern er ist vom Vater gesandt. Er ist nicht jemand, der sich etwas anmaßt, sondern er hat wirklich die göttliche Autorität. Und diese Autorität besitzt er, weil er gehorsam ist, weil er sich ganz im göttlichen Willen festmacht, weil er nicht etwa willkürlich handelt, sondern nur aus dem Willen des Vaters heraus.

 

Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat.

 

So ist Jesus auch Vorbild für uns. Auch wir sollen uns niemals etwas anmaßen, was wir nicht sind. Wir sollen uns bemühen, ganz im Willen Gottes zu leben. Das verschafft uns unsere Autorität und Glaubwürdigkeit. Ein Mensch, der willkürlich handelt und vielleicht öfter seine Meinung ändert, genießt keine Autorität. Selbst wenn er autoritär auftritt, werden die Menschen ihn nicht anerkennen. Autorität genießen wir dann, wenn wir glaubwürdig sind, wenn wir glaubwürdig handeln. Und diese Glaubwürdigkeit entsteht, wenn wir uns selbst ganz der Wahrheit unterwerfen. Wir dürfen nicht nach eigenem Gutdünken handeln, sondern nur nach der Wahrheit, und das ist letztlich der Wille Gottes.

 

Ihr werdet erkennen, dass ich nichts im eigenen Namen tue, sondern nur das sage, was mich der Vater gelehrt hat.

 

Wir dürfen daher auch nie unseren eigenen Vorteil suchen, sondern immer nur das, was Gott will. Prüfen wir uns aber! Wie oft suchen wir in kleinen Dingen doch unseren eigenen Vorteil? Wie oft sind wir mehr als alles andere auf unsere Bequemlichkeit bedacht? Üben wir uns heute darin, dass wir auch in kleinen Entscheidungen den Willen Gottes suchen und unseren eigenen Willen zurückstellen! Orientieren wir uns an der Wahrheit! Nicht, was ich möchte, soll entscheidend sein, sondern was das Beste für alle ist. Wenn wir so handeln, dann genießen wir eine große Autorität, und die Menschen werden Gott durch uns finden können.

 

Gebet:

Jesus, du lehrst uns, dass wir ganz im Willen des Vaters leben sollen, so wie du es gemacht hast. Ich erkenne, dass ich sehr oft meinen eigenen Willen zu verwirklichen suche. Hilf mir, meinen eigenen Willen loszulassen, damit ich ganz im göttlichen Willen leben kann, in der göttlichen Wahrheit. Zeige mir heute besonders in Kleinigkeiten, wo ich noch besser als bisher den göttlichen Willen suchen kann.

 

 

Pastor Roland Bohnen