Donnerstag, 27. April 2017

Er gibt den Geist unbegrenzt. (Joh 3,34)

02 Woche der Osterzeit – Donnerstag  

 

Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Jn 3,31-36.

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen.
Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an.
Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist.
Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt.
Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben.
Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

 

Tagesimpuls:

 

Er gibt den Geist unbegrenzt. (Joh 3,34)

 

Eine wunderbare Aussage! Unbegrenzt! D.h. Gott setzt keinerlei Grenzen. Wenn es nach ihm ginge, könnten wir die ganze Fülle dessen erhalten, was Gott zu verschenken hat. Der Heilige Geist ist die Liebe Gottes (Röm 5,5), d.h. unendliche Fülle der Liebe, die auf uns herabfließt. Das Nadelöhr sind wir selber. Wie viel können wir empfangen? Wie viel können wir aufnehmen. Wenn die Erde weich ist, kann sie das Wasser aufnehmen. Wenn sie hart ist wie Ton, dann perlt das Wasser ab und dringt nicht ein. So sind unsere Herzen. Sind sie so weich, dass das Wasser eindringen kann? Oder sind dort Verhärtungen, und die Liebe prallt ab. Das sind unsere Grenzen, so dass die Fülle der Liebe nicht in uns eindringt. Daher sind wir nicht so glücklich, wie wir sein könnten.

 

Er gibt den Geist unbegrenzt.

 

Wenn wir sündigen, dann ist es nicht Gott, der die Grenzen setzt, sondern wir sind es. Gott muss uns nicht bestrafen. Wir verschließen unser Herz für die Liebe. Das ist in sich eine Strafe. Uns geht es dann nicht gut. Wir spüren dann die Sehnsucht in uns, glücklich zu sein, aber wir sind es nicht. Das kann ein Antrieb sein, mehr nach der Liebe zu suchen, uns mehr für die Liebe Gottes zu öffnen, so dass Gott dann unser Herz heilen kann. Je mehr unser Herz geheilt ist, umso mehr kann es von der Liebe aufnehmen, umso glücklicher können wir sein. Und dieses Glück verschenken wir weiter, so dass die Welt immer mehr mit Liebe gefüllt wird.

 

Er gibt den Geist unbegrenzt.

 

Öffnen wir uns für die unbegrenzte Fülle seiner Liebe! Verurteilen wir uns nicht selbst wegen unserer Sünden! Jesus will uns unendlich viel schenken. Setzen wir keine Grenzen!

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir für die unbegrenzte Fülle deiner Liebe! Heiliger Geist, du bist die Liebe, du gießt dich aus in unsere Herzen. Heile mein Herz, wo es noch hart ist und sich nicht öffnen kann für die Liebe. Hilf mir, dass ich die Liebe nicht in falscher Weise suche, sondern immer bei dir, bei Jesus, beim Vater. Und hilf mir, überzufließen von der göttlichen Liebe, so dass ich nicht andere Menschen manipuliere oder missbrauche, um von ihnen in falscher Weise Liebe zu empfangen. Hilf mir, dass ich die Liebe von dir empfange und an meine Mitmenschen weiter schenke.

 

 

 

Pastor Roland Bohnen