Donnerstag, 2. März 2017

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Lk 9,23)

Donnerstag nach Aschermittwoch

 

‪Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk ‪9,22-25.

‪In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

‪Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

‪Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

‪Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?

 

 

Tagesimpuls:

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. (Lk 9,23)

 

Wir sollen täglich unser Kreuz auf uns nehmen. Da gibt es zwei Möglichkeiten. Die eine ist, dass wir das unvermeidliche Leid, das uns täglich trifft, annehmen. Um es anzunehmen, müssen wir es wahrnehmen und innerlich zulassen. So tragen wir es vor Jesus, halten es aus im Gebet, im Blick auf ihn, und dann kann er die Auferstehung geschehen lassen. Dies ist ein Mysterium, das man nie ganz verstehen kann. Aber es ist eine Wandlung, die sich jederzeit in uns vollziehen kann. Wir nehmen das Kreuz an, und er verwandelt es und lässt die Auferstehung geschehen.

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

Die zweite Möglichkeit ist, dass wir aktiv das Kreuz suchen. Ich denke z.B. an Mutter Theresa, die in die Slums gegangen ist, um in die Dunkelheit des Lebens vieler Menschen das Licht der Liebe zu bringen. Das können aber auch ganz kleine Opfer sein, z.B. dass wir auf etwas zu Gunsten eines anderen verzichten, oder der Verzicht auf Bequemlichkeiten, auf Annehmlichkeiten, jetzt in der Fastenzeit der Verzicht auf Essen usw. Bei diesen kleinen Opfern suchen wir das Kreuz aktiv, und auch hier kann Jesus alles verwandeln durch seine Auferstehung. Das Leid, das aus Liebe aufgeopfert wird, verwandelt Jesus in Freude.

 

Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

Nehmen wir heute unser Kreuz auf! Aber denken wir immer daran: Es geht um größere Liebe, um größere Freude, um größere Kraft, die der Herr uns schenken will.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du alles Leid verwandelst durch deine Auferstehung. Ich will heute das Lied annehmen, das mich trifft. Ich will aber auch Gelegenheiten suchen, um kleine Opfer zu bringen, damit ich mit deiner Hilfe mehr Liebe in die Dunkelheit dieser Welt bringe.

 

Pastor Roland Bohnen