Montag, 6. März 2017

Und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. (Mt 25,32)

01 Woche der Fastenzeit – Montag

 

‪Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt ‪25,31-46.

‪In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

‪Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

‪Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

‪Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

‪Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;

‪ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

‪Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

‪Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

‪Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

‪Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

‪Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

‪Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

‪ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.

‪Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

‪Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

‪Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.

 

 

Tagesimpuls:

 

Und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. (Mt 25,32)

 

Jesus wird einmal das Gute und das Böse trennen. Und die Menschen, die nicht bereit sind, sich vom Bösen zu trennen, die werden dann von den anderen getrennt. Wenn Jesus die Verheißung des Himmels für uns erfüllen will, dann geht es nicht anders. Anderenfalls wäre der Himmel nicht der Himmel. Wenn Jesus nicht das Böse und damit auch die Bösen vom Himmel trennen würde, dann gäbe es im Himmel immer noch das Böse, dann wäre der Himmel für uns einen große Enttäuschung. Das Böse muss einmal getrennt werden, auch wenn es hier noch mit dem Guten zusammen existiert.

 

Und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

 

Solange wir auf dieser Erde leben, ist Gutes und Böses gemischt, auch in jedem von uns. Wer sein Herz an Jesus festgemacht hat, der wünscht sich die Reinigung. Wir erstreben die Reinigung schon hier auf dieser Erde, schon in diesem diesseitigen Leben. Aber die Erfahrung zeigt, dass nicht alle Menschen als Heilige sterben. Manches Böse ist tief in uns verwurzelt. Nicht alle bitteren Wurzeln, vor allem die der Unversöhnlichkeit, werden in diesem Leben ausgerissen, nicht alles wird vergeben, nicht alles wird geheilt. Wir Katholiken glauben, dass es sogar nach dem Sterben noch eine Chance gibt, sich ganz von den bösen Wurzeln zu trennen, vollkommen gereinigt zu werden, damit der Weg in den Himmel nicht für immer verschlossen bleibt. Wer selbst zu dieser allerletzten Chance der Reinigung nicht bereit ist, für den bleibt dann wirklich nur noch die Trennung, die wir Hölle nennen.

 

Und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

 

Die Fastenzeit ist eine Zeit der Reinigung. Jetzt haben wir schon die Chance, unser Leben mit Gottes Hilfe zu reinigen, indem wir auf Böses oder Ungesundes, das sich in unserem Herzen verwurzelt hat, verzichten. Danken wir Gott für alle Möglichkeiten der Reinigung, die er uns schon im diesseitigen Leben schenkt! Letztendlich ist das der einzige Weg für uns alle. Wir sollen frei werden von den Befleckungen durch das Böse. Achten wir besonders auf die Vergebung! Es soll keinen Menschen geben, auf den wir böse sind.

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns ganz reinigen willst, dass du das Böse von uns abtrennen willst. Ich will zu diesem Prozess bereit sein. Ich will mich besonders in dieser Fastenzeit von dir reinigen lassen. Ich glaube dir, dass es nicht unmöglich ist, auch wenn ich in mir Verhaltensweisen vorfinde, von denen es so scheint, als würden sie sich nur sehr schwer ändern lassen. Aber bei dir ist nichts unmöglich. Du kannst alles heilen, mich von allem befreien, was nicht gut ist. Ich bitte dich um deinen Segen für alle Menschen, dass alle befreit werden vom Bösen und von deiner Gnade erfüllt werden.

 

 

Pastor Roland Bohnen