Freitag, 3. März 2017

Dann werden sie fasten. (Mt 9,15)

Freitag nach Aschermittwoch

 

‪Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt ‪9,14-15.

‪In jener Zeit kamen die Jünger Johannes' des Täufers zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten?

‪Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 

 

Tagesimpuls:

 

Dann werden sie fasten. (Mt 9,15)

 

Jesus sagt nicht, dass man immer fasten soll. Es gibt Tage und Zeiten, da soll man nicht fasten. Aber es gibt auch Zeiten für das Fasten. Das sagt Jesus klar und deutlich. Das Fasten gehört zum Leben der Jünger fest dazu. Und so soll es auch heute sein. Auch in der Kirche von Heute soll das Fasten praktiziert werden.

 

Dann werden sie fasten.

 

Die Jünger Jesu fasten dann, wenn ihnen der Bräutigam genommen ist, d.h. sie fasten aus Sehnsucht nach dem Bräutigam. Das Fasten soll eine verstärkte Bemühung darstellen, dass der Bräutigam zurückkommen möge, dass seine Gegenwart mehr erlebbar wird in unserer Gesellschaft. Wir fasten, weil wir uns nach mehr von der Gegenwart Gottes sehnen. Wir hoffen, dass das Wirken Gottes, sein übernatürliches Wirken, stärker wird in unserer Welt durch das Fasten. Wie schon zuvor gesagt, wir erhoffen uns göttliche Durchbrücke, gerade in den hoffnungslos erscheinenden Fällen und Situationen, mit denen wir konfrontiert sind.

 

Dann werden sie fasten.

 

Wie auch immer unsere ganz persönliche Form des Fastens aussieht, heute ist Freitag in der Fastenzeit. Heute gilt der Ruf zum Fasten besonders, denn am Freitag denken wir besonders an den Tod Jesu. Durch das Fastenopfer verbinden wir uns in besonderer Weise mit seinem Leiden, damit uns dadurch auch in überreichem Maße die Gnade der Auferstehung zuteil wird (vgl. 2 Kor 1,5).

 

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass wir durch das Fasten die Erfahrung deiner Nähe fördern können. Danke, dass dein übernatürliches Wirken in unserer Welt stärker wird, wenn wir fasten. Du willst ja wirken, aber du wartest, dass wir dir Raum geben. Durch das Fasten machen wir den Raum für dich größer. Bitte schenke uns die Kraft, dass wir auch heute wieder loslassen können von den weltlichen Ablenkungen und Vergnügungen, damit dein Reich immer mehr Raum bekommen kann in uns.

 

 

Pastor Roland Bohnen